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Die additive Fertigung verleiht nicht nur Flügel

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Der zweite Block beleuchtet AM für die Luftfahrt

Am Beispiel einer additiv gefertigten Hydraulikkomponente zeichnet Svenja Pestotnik von Liebherr-Aerospace den Weg von der Idee über die AM-gerechte Entwicklung, die Auswahl der additiven Herstellungsmethode bis hin zur Luftfahrtzulassung nach, wie es dazu heit. Sie geht dabei auch auf die Herausforderungen sowie zukünftigen Potenziale ein. Und Angelika Jedynak von Chesco zeigt auf, wie es ihrem Team in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce Deutschland gelungen ist, in einer Parameterstudie Brennkammersegmente aus der Legierung Haynes 282 erfolgreich ohne Stützstrukturen zu fertigen. Damit ließe sich die Herstellungskette rund um das Laserschmelzen optimieren, ohne die Stabilität des Druckprozesses und die gewünschte Materialqualität zu beeinträchtigen. Einen Einblick in die Fortschritte des 3D-Drucks mit Kunststoffen für die Luft- und Raumfahrt – insbesondere unter Nachhaltigkeitsaspekten – erlaubt Erik de Zeeuw von Materialise. Und ein alternatives, metallisches Verfahren zu den im Aerospace-Bereich etablierten additiven Herstellungsprozessen stellt schließlich Howmet Tital vor. Das Unternehmen produziert etwa einbaufertige Aluminium- oder Titanbauteile mittels Feinguss und fertigt die dafür nötigen Formen additiv.

Bestehende Flugzeugtypen günstiger zukunftsfähig machen

Wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander einhergehen können, demonstriert Carsten Holze von Pioneer Aeronautics Innovation (PAI). Denn zusammen mit Partnern hat PAI die Flügelspitze eines Bestandsflugzeugs aerodynamisch optimiert und an einem Prototypen Gewichtsreduzierungen von über 25 Prozent erreicht. Die Herstellungskosten konnten so auch noch halbiert werden, wie man betont. Auch ließen sich Kraftstoffeinsparungen von über zehn Prozent erreichen. Möglich wurden das durch die Kombination von auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Analyse- und Optimierung-Tools mit AM-Fertigungstechniken. „Das Beispiel verdeutliche einen neuen Trend im Entwicklungsbereich. „Mit KI, Digitalisierungstechnologien, wie digitale Zwillinge, oder dem Erstellen digitaler Produktpassports, können wir weitere Potenziale für innovative, wirtschaftliche und zuverlässige AM-Produkte für die Luft- und Raumfahrt erschließen“, kommentiert Eelman abschließend.

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