Innovationen im Visier Die Rapid.Tech 3D bringt gedruckte Wehrtechnik ins Spiel

Quelle: Messe Erfurt 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im Verteidigungssektor steigen die Anstrengungen. Der 3D-Druck kann dort einige Probleme lösen, wie die Rapid.Tech 3D in Erfurt zeigen wird.

Mitte Mai öffnet die Rapid.Tech 3D wieder ihre Pforten mit Blick auf den 3D-Druck in Metall und Kunststoff. Ein besonderer Fokus liegt diesmal darauf, was man mit der additiven Fertigung alles für den Verteidigungssektor machen kann. Experten werden das erörtern ...(Bild:  Messe Erfurt)
Mitte Mai öffnet die Rapid.Tech 3D wieder ihre Pforten mit Blick auf den 3D-Druck in Metall und Kunststoff. Ein besonderer Fokus liegt diesmal darauf, was man mit der additiven Fertigung alles für den Verteidigungssektor machen kann. Experten werden das erörtern ...
(Bild: Messe Erfurt)

Letztes Jahr verzeichnete der Markt für Additive Manufacturing (AM) ein verhaltenes Wachstum, wie der jüngste Ampower Report wissen lässt. Ein Bereich ragt aus der eher ruhigen See aber mit einem dynamischeren Wirbel heraus. Gemeint sind Projekte für den Verteidigungssektor. Deshalb wird sich den aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet eine Session des Fachforums „Innovationen in AM“ am 15. Mai 2025 auf der Rapid.Tech 3D in Erfurt widmen, wie der Messeveranstalter informiert. Aber bereits seit 2023 stehen AM-Themen für den militärischen Bereich auf der Agenda der Messe. Wie es heißt, genießen die Exponate auch einen hohen Zuspruch. Und aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage sei sowieso mit einem weiteren Schub für die additive Fertigung in Verbindung mit der Wehrtechnik zu rechnen. In Erfurt werden deshalb unter anderem Experten von Airbus, Diehl und Hensoldt aktuelle Projekte aus diesem Sektor vorstellen.

Das wird in Sachen Verteidigung auf der Rapid.Tech 3D zu erfahren sein:

Vor der Session im Fachforum berichtet dann Dr. Remzi Ecmel Ece, Manager in der Abteilung additive Fertigung bei Turkish Aerosace, in der Keynote des Rapid.Tech-3D-Abschlusstages über Weg und Vision der türkischen Luft- und Raumfahrt, was er am Beispiel von Flugzeugstrukturen verdeutlichen wird. Der Konzern zählt nicht zuletzt zu den hundert größten globalen Akteuren in diesem Bereich.

Und Hensoldt gilt als ein Pionier in Sachen Innovation in der Sicherheits- und Verteidigungselektronik. Das Unternehmen hat die additive Fertigung erfolgreich in seine Produktionsprozesse integriert, wobei es Entwicklungen für die additive Elektronik vorantreibt. Jörg Sander, Experte ALM für elektronische Geräte bei Hensoldt Sensors, spricht deshalb über den Serieneinsatz des 3D-Drucks in den meist im Defence-Bereich eingesetzten Produkten und die Unterstützung der Kleinserienfertigung. Auch Trends für die Nutzung zukünftiger AM-Technik für die Verteidigungselektronik werden vorgestellt, heißt es.

Maßgeschneiderte Werkstoffkonzepte mithilfe des laserbasierten Pulverbettschmelzens führen auch zu hochwertigen wehrtechnischen Produkten. Sie sind das Thema von Frank Palm, Senior Expert Metallic Materials, Processes and Advanced Manufacturing for Innovative Lightweight Structures bei Airbus Central Research & Technology. Er wird mit Markus Bähr, Leiter der Abteilung für chemische und strukturelle Materialien bei Diehl Defence, aufzeigen, dass die additive Fertigung neue Möglichkeiten bietet, um militärische Systeme sowohl leistungsfähiger als auch günstiger herzustellen. So müssten etwa zukünftige Lenkwaffen extremen mechanischen und thermischen Belastungen standhalten und dabei sehr korrosionsstabil sein. Aluminium-Hochleistungs-Werkstoffkonzepte spielen deshalb ihre Vorteile im Vergleich zu Titan oder ultrahochfesten Stählen aus. In Kombination mit dem Laser-Pulverbettschmelzen könnten maßgeschneiderte Komponenten für Hochleistungs-Lenkwaffen sowie weitere Systeme entstehen.

Weitere Informationsveranstaltungen bilden andere AM-Themen ab

Das Fachforum „Innovationen in AM“ behandelt aber außer den Verteidigungstechnikthemen in einer weiteren Session auch die Nutzung von additiven Herstellungsmethoden für die Medizin. Darüber hinaus erlaubten weitere Foren des Rapid.Tech-3D-Fachkongresses Einblicke in neueste AM-Entwicklungen und -Anwendungen. Am ersten Tag laden dazu etwa das VDMA-Forum „AM4industry“, das Forum Aerospace sowie das qualitätsgeprüfte Wissenschaftsforum ein, wie die Messe Erfurt sagt. Am zweiten Tag stehen die Foren Chemie & Verfahrenstechnik, Elektronik & Komponenten sowie Mobilität auf dem Programm. Hinzu kommen Informationen zu Energietechnik & Wasserstoff sowie Software, KI & Design, die zusammen mit „Innovationen in AM“ den Abschlusstag würzen.

(ID:50393451)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung