Antriebstechnik

Die Antriebe werden immer schlauer und effizienter

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Bosch Rexroth verlagert gesamte Antriebstechnik vom Schaltschrank in die Maschine

Mit einem intelligenten, dezentralen Antriebssystem verlagert Bosch Rexroth nicht weniger als die gesamte Antriebstechnik inklusive Leistungsversorgung und Netzanschluss vom Schaltschrank in die Maschine. In Verbindung mit ethernetbasierter Kommunikation, integrierter Steuerung und zertifizierten Sicherheitsfunktionen haben die Franken somit ebenfalls ein abgerundetes Automatisierungssystem geschaffen. Es sei platzsparend, reduziere den Verkabelungsaufwand um bis zu 90 %, optimiere die Energiebilanz und sei darüber hinaus ebenfalls auf der Messe zu sehen.

„Dieses Antriebssystem unterstützt alle gängigen Ethernetprotokolle und bietet offene Schnittstellen“, sagt der Leiter des vertrieblichen Produktmanagements für Antriebe bei der Bosch Rexroth AG, Thomas Fey. Somit lasse es sich einfach in Maschinentopologien integrieren und unterstütze die horizontale und vertikale Vernetzung. „Damit erfüllen Maschinenhersteller die Forderungen von Endanwendern nach vernetzungsfähigen Maschinen und Anlagen“, erklärt Fey.

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Keine separate Steuerung dank dezentraler Antriebslösung

Auch Stefan Flöck, Leiter Vertrieb Drives & Motors bei der ABB Automation Products GmbH, erklärt, dass die Antriebstechnik intelligenter wird: „Bei einigen Anwendungen können antriebsnahe Funktionen in den Antrieb verlagert werden. Bei verteilten Anlagen kann dadurch zwar nicht auf übergeordnete Steuerungen verzichtet werden, Funktionen können aber übersichtlicher strukturiert werden. Bei kleineren Applikationen kann teilweise sogar auf eine übergeordnete Steuerung verzichtet werden.“ Das Unternehmen zeigt auf der Messe unter anderem einen energieeffizienten Asynchronmotor und einen Thyristorleistungssteller, der zum Glühen, Trocknen, Schmelzen oder Heizen in der Glas-, Kunststoff-, Metall- und Automobilindustrie eingesetzt wird. Mit ihm ließen sich Heizleistung und Temperatur präzise regeln und die Energie- und Betriebskosten senken.

Nobert Scholz ist Geschäftsführer für Vertrieb bei der Baumüller Nürnberg GmbH. Er sagt, dass das Unternehmen Ende November auf der Messe eine Steuerung zeigen wird, mit der SPS- und Motion-Control-Funktionalitäten direkt in den Regler integriert werden könnten. Dadurch könnten Maschinenbauer bei bestimmten Applikationen auf eine separate Steuerung verzichten. Des Weiteren zeigt das Unternehmen eine dezentrale Antriebslösung, die Elektronik und Motor in einer kompakten Kombination vereint.

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