Forderungskatalog Die Bundesregierung muss in der Stahlkrise entschlossener handeln

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Die deutsche Stahlbranche muss stabilisiert werden, um den Industriestandort Deutschland insgesamt zu stärken, wie die IG Metall von der Bundesregierung fordert.

Der deutsche Stahlsektor gehört zu den wichtigsten Branchen im Land. Doch er krankt an diversen Leiden. Die IG Metall will deshalb von der Bundesregierung geeignete Maßnahmen einfordern, die dem Ganzen vielleicht sogar ein Ende setzen.(Bild:  A. Gamanter)
Der deutsche Stahlsektor gehört zu den wichtigsten Branchen im Land. Doch er krankt an diversen Leiden. Die IG Metall will deshalb von der Bundesregierung geeignete Maßnahmen einfordern, die dem Ganzen vielleicht sogar ein Ende setzen.
(Bild: A. Gamanter)

Die deutsche Stahlindustrie leidet unter der Krise in Abnehmerbranchen – vor allem der Autoindustrie. Als wenn das nicht genug wäre, plagen hohe Energiepreise, Billigimporte aus China und die Kosten für den Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion diesen Industriesektor, der ein Schlüsselfaktor für den Wohlstand darstellt, wie es heißt. Nicht zu vergessen: Auch hohe Zölle auf Stahlimporte in die USA gehören zu den Problemen. Die IG Metall fordert von der Politik deshalb konkrete Schritte, um das Dilemma zu entschärfen. Spätestens zum 1. Januar 2026, heißt es, muss etwa ein Industriestrompreis in Höhe von maximal fünf Cent pro Kilowattstunde vorliegen. Und die Bundesregierung arbeite auch an einem Industriestrompreis, der staatlich gefördert werden soll. Die EU-Kommission erlaubt dazu unter bestimmten Voraussetzungen direkte staatliche Subventionen, um Strompreise für energieintensive Unternehmen erträglich zu halten. Auch wirksame Schutzmaßnahmen für den Außenhandel der EU stehen demnach auf der Forderungsliste der Gewerkschaft. Auch gehe es um sogenannte „Local Content“-Vorgaben. Es brauche mit Blick auf den Stahlsektor verbindliche Quoten, Pflichten und Auflagen bei öffentlichen Ausschreibungen für grünen Stahl aus heimischer Produktion. Viele Hoffnungen macht man sich deshalb auch mit Blick auf den geplanten Stahlgipfel mit dem Bundeskanzler Friedrich Merz.

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