Chips von hier! Die EU will mit vielen Millionen die Chipfertigung nach Europa holen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Brüssel erlaubt Deutschland mit Blick darauf, dass Computerchips vor allem aus Asien stammen, nun, den Bau eines neuen Werks zu unterstützen.

Chips-Deal! Die Europäische Union will die Abhängigkeit von asiatischen Computerchips weitgehend abschütteln. Dazu wird der Infineon-Standort Dresden mit vielen Millionen an Unterstützungsgeldern ausgebaut. Hier mehr dazu ...(Bild:  Infineon)
Chips-Deal! Die Europäische Union will die Abhängigkeit von asiatischen Computerchips weitgehend abschütteln. Dazu wird der Infineon-Standort Dresden mit vielen Millionen an Unterstützungsgeldern ausgebaut. Hier mehr dazu ...
(Bild: Infineon)

Deutschland darf den Bau einer neuen Chipfabrik in Dresden mit 920 Millionen Euro unterstützen. Die EU-Kommission in Brüssel genehmigte die Beihilfe für die Errichtung des Werks des Halbleiterkonzerns Infineon, wie die dpa erfahren hat. Die Maßnahme werde Infineon in die Lage versetzen, ein geplantes Vorhaben abzuschließen, mit dem die Produktion einer großen Bandbreite unterschiedlicher Chips ermöglicht werde. Die neue Produktionsstätte schließt außerdem an ein bereits bestehendes Werk des Konzerns in Dresden an. Das neue Werk will die EU mit flexiblen Produktionskapazitäten ausstatten und damit Versorgungssicherheit, Widerstandsfähigkeit und technologische Autonomie Europas im Bereich Halbleitertechnologien stärken. Das Ziel der EU ist es offensichtlich, die heimische Herstellung von Chips zu vervielfachen.

Neue Infineon-Fabrik soll EU-Ziele unterstützen

Insgesamt werden laut Infineon aber fünf Milliarden Euro für die Fabrikerweiterung benötigt. Der Produktionsstart ist bereits für 2026 geplant. In dem neuen Fabrikteil sollen Halbleiter vom Band laufen, die die Dekarbonisierung und Digitalisierung unterstützen, wie es weiter heißt. Eingesetzt werden sollen sie in der Autoindustrie und im Bereich Erneuerbare Energien. Staatshilfe unterliegt aber in der EU auch strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Das soll vermeiden, dass finanzstarke Länder ihren Unternehmen unverhältnismäßige Vorteile im Vergleich zu Unternehmen aus kleineren Ländern genießen. Infineon produziert übrigens bereits seit 1994 in Dresden. Aktuell fertigen rund 3.900 Mitarbeiter in den beiden bestehenden Produktionslinien für 200-Millimeter- und 300-Millimeter-Siliziumscheiben über 400 verschiedene Produkte, sagt Infineon.

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