Solidworks

Die Gams auf zwei Rädern

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Manchmal treten unangenehme Geräusche, wie beispielsweise ein Pfeifen, in der Federgabel auf, die sich nicht einfach zuordnen lassen. Im schlimmsten Fall muss dann der Zylinder mehrfach auseinander- und wieder zusammengebaut werden, um das Problem zu lösen. Meist liegt es an Kanten, die manuell entfernt werden müssen, erklärt Bastian Guntermann, Geschäftsführer von Bionicon. Man hatte keine richtige Vorstellung davon, woran es liegen könnte, und hat dann probiert – ein langwieriger Prozess. Deshalb nutzt Bionicon heute die Simulationstools von Solidworks, die im Paket Solidworks Flow Simulation erhältlich sind. „Durch eine Simulation kann man schon schneller darauf schließen, wo es eigentlich hängt“, so Stefan Sack, EVO-Ingenieur. „Es ist alles dynamisch, es ist eigentlich alles Erfahrung und es läuft über Probieren. Aber mit einer Simulation kann man den Prozess verkürzen.“

Ergänzendes zum Thema
Solidworks 2016
Solidworks 2016: „Schaffen Sie Großartiges“

Unterstützt von der Dassault Systèmes’ 3D-Experience Plattform deckt die integrierte 3D-Designumgebung von Solidworks 2016 alle Aspekte der Produktentwicklung ab. Neue, von Kunden gewünschte Verbesserungen ermöglichen unter anderem, jede Oberfläche abzuwickeln, das Design zu visualisieren und zu bewerten, noch effizienter mit der Produktion zusammenzuarbeiten, schnell hochwertige Bilder für das Marketing zu erstellen und noch einfacher auf Befehle zuzugreifen.

90 % der Weiterentwicklungen in Solidworks 2016 gehen direkt auf Kundenwünsche zurück. So ist es nicht verwunderlich, dass Uwe Burk, Senior Director Sales Eurocentral, seine Kunden würdigt: „Der Erfolg unserer Kunden ist unser Erfolg. Deshalb müssen wir ihnen immer wieder etwas neues bieten.“ Und diese Neuheiten sollen es erleichtern, Smart Products zu entwickeln.

Uwe Burk: „Der Erfolg unserer Kunden ist auch unser Erfolg.“
Uwe Burk: „Der Erfolg unserer Kunden ist auch unser Erfolg.“
( Bild: Stefanie Michel )

Unter dem Motto „Schaffen Sie Großartiges“ stellte Burk einige neue Funktionen aus den Bereichen Konstruieren, Validieren, Zusammenarbeit und Fertigung vor:

  • Konstruktion: Zum einen gibt es ein neues User-Interface, das wegen der höheren Pixeldichte von 4K-Monitoren nötig war. Zum anderen ist mit bestimmten Werkzeugen ein einfacherer Zugriff auf Befehle möglich. So sollen sich über „krümmungsstetige Kurvenverrundung“ glatten Flächen oder „krümmungsstetigen“ Verrundungen schneller als je zuvor erstellen lassen. Mit den sogenannten „Breadcrumbs“ sei zudem ein schneller Zugriff auf jedes Objekt ohne Anzeige des Feature-Baums möglich.
  • Validierung (Simulation): Die Kontrolle der Netzqualität wurde ausgebaut. So ist in der Strömungssimulation eine bessere Vernetzung möglich und in der Struktursimulation kann das Netz überprüft werden. Außerdem wurde die Abwicklung von Flächen vereinfacht.
  • Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit verteilt arbeitenden Teams wurde mithilfe neuer Funktionen verbessert (E-Drawings, Costing-Funktion). Aber auch die Kommunikation mit der Fertigung wurde vereinfacht, denn nun lassen sich Fertigungsanweisungen direkt in 3D schnell erzeugen.
  • Fertigung: Die neue Solidworks-Version beinhaltet beispielsweise neue 3D-Druck-Funktionen, die erkennen, welche Flächen beim Druck Unterstützung benötigen.

Auch ein neues Produkt ist verfügbar: Solidworks Visualize (früher: Bunkspeed) ist als Stand-alone-Produkt erhältlich und kommt zum Einsatz, wenn hochwertige Visualisierungen der CAD-Daten erstellt werden müssen.

Mit Solidworks Flow Simulation ist es möglich, recht unkompliziert Fluidströmungen, Wärmeübertragung und Strömungskräfte zu simulieren. Mit dem CFD-Werkzeug kann man die Strömung von Flüssigkeiten und Gas unter realen Bedingungen simulieren, Was-wäre-wenn-Szenarien durchführen und die Auswirkungen von Strömungsverhalten ermitteln.

Hydraulik im Zylinder anhand der Software verstehen lernen

Angenommen, die Gabel federt mit 1,25 m/s aus, dann wird das Öl in dem Bereich, wo sich hohe Geschwindigkeiten ergeben, komprimiert. Das Öl strömt dann über eine Überströmöffnung in den großen Bereich des Hydraulikzylinders hinein. Das kann man in Solidworks Flow Simulation nachvollziehen. Außerdem sieht man beispielsweise, wo die Druckverluste entstehen, wie die Strömungsverhältnisse sind oder wo die Bereiche hoher und niedriger Strömungsgeschwindigkeit liegen. Auch Kavitationseffekte lassen sich erkennen. An den Überstromklappen gibt es Bereiche, wo plötzlich starke Druckabsenkungen auftreten, weil Strömung mit hoher Geschwindigkeit durch einen schmalen Spalt schießt. „An solchen Stellen muss man sich dann überlegen, welche dieser Effekte für die Federgabel schädlich sind und wie man sie durch konstruktive Veränderungen beheben kann, sodass bei allen Betriebszuständen, also auch bei allen Öltemperaturen, die Funktionsfähigkeit erhalten bleibt“, erklärt Sack.

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