Solidworks

Die Gams auf zwei Rädern

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Das eingesetzte Hydrauliköl ist mit seinen Eigenschaften in der Materialdatenbank hinterlegt. Solidworks Flow Simulation ist schon mit einer solchen Datenbank ausgestattet, doch kann der Anwender auch selbst die Daten ergänzen oder auf die Solidworks-Materialdatenbank zugreifen. Das wichtigste für die Fluidsimulation bei Bionicon sind die hinterlegten Viskositätskurven.

Ergänzendes zum Thema
Solidworks 2016
Solidworks 2016: „Schaffen Sie Großartiges“

Unterstützt von der Dassault Systèmes’ 3D-Experience Plattform deckt die integrierte 3D-Designumgebung von Solidworks 2016 alle Aspekte der Produktentwicklung ab. Neue, von Kunden gewünschte Verbesserungen ermöglichen unter anderem, jede Oberfläche abzuwickeln, das Design zu visualisieren und zu bewerten, noch effizienter mit der Produktion zusammenzuarbeiten, schnell hochwertige Bilder für das Marketing zu erstellen und noch einfacher auf Befehle zuzugreifen.

90 % der Weiterentwicklungen in Solidworks 2016 gehen direkt auf Kundenwünsche zurück. So ist es nicht verwunderlich, dass Uwe Burk, Senior Director Sales Eurocentral, seine Kunden würdigt: „Der Erfolg unserer Kunden ist unser Erfolg. Deshalb müssen wir ihnen immer wieder etwas neues bieten.“ Und diese Neuheiten sollen es erleichtern, Smart Products zu entwickeln.

Uwe Burk: „Der Erfolg unserer Kunden ist auch unser Erfolg.“
Uwe Burk: „Der Erfolg unserer Kunden ist auch unser Erfolg.“
( Bild: Stefanie Michel )

Unter dem Motto „Schaffen Sie Großartiges“ stellte Burk einige neue Funktionen aus den Bereichen Konstruieren, Validieren, Zusammenarbeit und Fertigung vor:

  • Konstruktion: Zum einen gibt es ein neues User-Interface, das wegen der höheren Pixeldichte von 4K-Monitoren nötig war. Zum anderen ist mit bestimmten Werkzeugen ein einfacherer Zugriff auf Befehle möglich. So sollen sich über „krümmungsstetige Kurvenverrundung“ glatten Flächen oder „krümmungsstetigen“ Verrundungen schneller als je zuvor erstellen lassen. Mit den sogenannten „Breadcrumbs“ sei zudem ein schneller Zugriff auf jedes Objekt ohne Anzeige des Feature-Baums möglich.
  • Validierung (Simulation): Die Kontrolle der Netzqualität wurde ausgebaut. So ist in der Strömungssimulation eine bessere Vernetzung möglich und in der Struktursimulation kann das Netz überprüft werden. Außerdem wurde die Abwicklung von Flächen vereinfacht.
  • Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit verteilt arbeitenden Teams wurde mithilfe neuer Funktionen verbessert (E-Drawings, Costing-Funktion). Aber auch die Kommunikation mit der Fertigung wurde vereinfacht, denn nun lassen sich Fertigungsanweisungen direkt in 3D schnell erzeugen.
  • Fertigung: Die neue Solidworks-Version beinhaltet beispielsweise neue 3D-Druck-Funktionen, die erkennen, welche Flächen beim Druck Unterstützung benötigen.

Auch ein neues Produkt ist verfügbar: Solidworks Visualize (früher: Bunkspeed) ist als Stand-alone-Produkt erhältlich und kommt zum Einsatz, wenn hochwertige Visualisierungen der CAD-Daten erstellt werden müssen.

Geringe Hürden für den Simulations-Einsatz

Der Aufbau des Modells in Solidworks Flow Simulation dauert bei Bionicon nicht lange. „Kenne ich das Modell schon sehr gut, weil ich es selbst konstruiert habe, dann dauert das eher Minuten als Stunden“, erläutert der Bionicon-Ingenieur Markus Lindstedt. „Ich muss nur wissen, wo ich die Randbedingungen anbringe – also die richtige physikalische Beschreibung.“ An einem Beispiel erläutert er das: Er definiert einen Volumenstrom am Einlass, einen Umgebungsdruck und einige Messfühler („Ziele“). Der Rest ist durch die Geometrie des Bauteils schon vorgegeben. Bevor die Berechnung durchgeführt wird, kann über wenige Parameter noch die Weite der Vernetzung angegeben werden. Mehr braucht es nicht und nach einer halben Stunde ist das Ergebnis zu sehen.

Angesichts dieser unkomplizierten Handhabung ist es einfach, am bestehenden Modell Verbesserungen beziehungsweise Veränderungen vorzunehmen, um schnell zu sehen, wie sich diese im Strömungsverhalten auswirken. Erst wenn diese Berechnungen zufriedenstellend sind, baut man bei Bionicon die veränderte „Hardware“ nach. Seit das Unternehmen die Simulationstools nutzt, werden Ideen zuerst in der Software überprüft; könnte es funktionieren, wird ein realer Prototyp gebaut.

Und bei Bionicon sind es viele Ideen, die auf diese Weise getestet werden. Nicht umsonst wurde das Unternehmen bereits mehrfach von der Zeitschrift „Bike“ als innovativster Fahrradhersteller ausgezeichnet. Lindstedt: „Innovation hat bis zu 99 % Fehlversuche und wenn man diese in der Anzahl der Hardware reduzieren kann, dann ist man schneller bei der Innovation.“ MM

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