Strukturierte Insolvenz

Die Insolvenz planen statt einfach pleite machen

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Ohne ein strukturiertes Sanierungskonzept besteht hingegen die Gefahr, dass der Geschäftsbetrieb mit Antragstellung zunächst ziel- und planlos weiterläuft. „Das Ergebnis ist dann, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb bald einstellt, weil er keine Verluste zulasten der Masse akzeptieren will und kann“, so Jung. „Eine Sanierung hat dann kaum noch eine Chance.“

Die strukturierte Insolvenz ist also mehr als die Folge eines Insolvenzantrags. „Sie ist eine Option für eine nachhaltige Unternehmenssanierung und bietet die Chance für einen echten Neustart des Unternehmens“, unterstreicht Burkhard Jung. Erforderlich ist allerdings, dass Unternehmer und Unternehmen zunächst eine außergerichtliche Sanierung versucht, zumindest aber geprüft haben. „Erst dann macht die ‚strukturierte Insolvenz’ auch Sinn“.

Allein mit Bordmitteln sind komplexe Sanierungen kaum zu schaffen

Dass aber ein mittelständisches Unternehmen einen solch komplexen Sanierungsprozess nicht aus eigener Kraft gestalten kann, liegt auf der Hand. Doch nicht alle Sanierungsberater, die auf dem Markt ihre Dienste anbieten, sind für die Strukturierte Insolvenz die geeigneten Partner. „Nötig sind fundierte Kenntnisse und Erfahrung nicht nur der außergerichtlichen Restrukturierung“, erklärt Jung. „Entscheidend ist es, dass die ausgewählten Berater auch das komplizierte Regelwerk des deutschen Insolvenzrechts in Theorie und Praxis beherrschen und idealerweise auf eine Reihe erfolgreicher Sanierungen verweisen können. Dann ist man in guten Händen.“

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