Lanxess auf der K 2016 Die Lanxess-News für Polymer- und Composite-Anwender
Lanxess spezialisiert sich bei seinem K-2016-Auftritt unter anderem auf die Präsentation von verarbeitungsoptimierten Polyamid-Compounds und Compositematerialien, welche den Anwendern die tägliche Arbeit erleichtern sollen. Außerdem setzt Honda auf Lanxess-Know-how, um die Brennstoffzellen-Technik weiter zu etablieren.
Anbieter zum Thema

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert sein Sortiment an hoch verstärkten Polyamiden und Polyestern für die Konstruktion stark belastbarer Strukturbauteile. Neben den Polyamid-6-Varianten Durethan BKV 60 EF und XF steht nun auch ein Polyamid 66 mit 60 % Glasfasergehalt zur Verfügung, das künftig unter dem Namen Durethan AKV 60 XF vermarktet werden soll. Der neue Hochleistungsthermoplast kombiniere die Vorteile eines hoch verstärkten, leicht fließenden Compounds mit den Vorzügen eines Polyamid-66-Harzes. „Den Werkstoff zeichnet eine sehr hohe Festigkeit und Steifigkeit aus. Er eröffnet sowohl bei Vollkunststoffbauteilen als auch in der Kunststoff-Metall-Hybridtechnik und in der Composite-Bauweise mit endlosfaserverstärkten Thermoplasthalbzeugen neue konstruktive Freiheiten. Außerdem eignet er sich in vielen Anwendungen zur Substitution von Metallen“, erklärt Ralf Heinen, Kunststoffexperte bei Lanxess.
Wandstärke reduzierbar
Der Elastizitätsmodul, ein Maß für die Steifigkeit eines Werkstoffs, ist mit 13.300 MPa (konditioniert, Raumtemperatur) mehr als doppelt so hoch wie im Fall des mit 30 % Glasfasern gefüllten Standard-Polyamid 66 Durethan AKV 30 H2.0. Heinen erkärt: „Unsere Materialinnovation eröffnet die Chance, Bauteile herzustellen, die geringere Wanddicken haben als ihre Pendants aus einem Polyamid 66 mit 30 %Glasfaserverstärkung, aber eine vergleichbare mechanische Performance zeigen.
Kürzere Zykluszeiten
Ein weiterer Vorzug des neuen Werkstoffs sei das gute Verarbeitungsverhalten. Trotz des hohen Glasfasergehalts ist er so fließfähig wie ein mit 35 % Glasfasern verstärktes Polyamid 66. Er lässt sich laut Lanxess bei den gleichen Temperaturen spritzgießen. Je nach Bauteilgeometrie, Werkzeugkühlung und Verarbeitungsbedingungen, sind die Bauteile oft früher entformbar, weil das Compound bereits bei hohen Temperaturen ausreichend steif ist und zudem die Wärme schneller ableitet.
(ID:44153113)