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Am Ende des automatisierten Prozesses wird die Achse zur manuellen Komplettierung an eine Drehscheibe mit einem ausgeklügelten, gleichbleibend hohem Wertschöpfungskonzept mit Stückzahlsprungflexibilität übergeben. Dort montieren an bis zu sechs Arbeitsstationen jeweils zwei Mitarbeiter die variantenbildenden Komponenten zur fertigen Hinterachse. Der gleiche konzeptionelle Ansatz über eine kennwert- und grenzwertorientierte Zielspinne wurde 2009 auch für den neuen Vierzylinder-Dieselmotor angewandt.
Ziel war unter anderem, die Flexibilität und Wertschöpfung der Zylinderkopfmontage in eine neue Dimension zu heben. Kürzeste Fahrwege der Roboter, simple und universelle Werkstückablagen und einfache Greifer sind unter anderem Kernelemente dieses Konzeptes. Anstatt bisher üblicher Mehrfachgreifer wird konsequent auf Hochgeschwindigkeitsmontagen gesetzt. Über dieses Konzept war das Tor zur wirtschaftlichen Variantenflexibilität aufgestoßen, weil der Roboter mit Einfachgreifer jede beliebige Fügeposition bedienen kann. Die kopierbare Modulstrategie gewährleistet eine marktnahe skalierbare Stückzahlkapazität.
Automatisierte und manuelle Montage werden kombiniert
Ein bisher nicht gelöstes Problem war die Synthese der hohen Produktivität automatisierter Lösungen mit der Flexibilität der manuellen Montage. Diese Lücke wird nun durch ein neues Robotersystem mit sensitiven Eigenschaften geschlossen. Der Leichtbauroboter mit dynamischer Kraft- Momentensensorik verbindet das Fingerspitzengefühl eines Menschen mit der Leistungsfähigkeit eines Roboters. Im Zuge dieses Entwicklungstrends setzt Mercedes-Benz auf eine weitere neue Methode, wie innovative Techniken bereits in die Konzeptentwicklung für zukünftige Montagen integriert werden können.
Die Konzeptentwicklung ist der Ausgangspunkt, um Zielstellungen wie Wandlungsfähigkeit und Flexibilität in zukünftige Montagen aufzunehmen. Das Ziel ist eine methodische Unterstützung um neue Techniken in kürzester Zeit für verschiedene Montageaufgaben bewerten zu können. Entwickelt wurde eine Struktur mit der manuelle Tätigkeiten, Montagebeschreibungen nach Normen und Daten aus Maschinenkatalogen einheitlich spezifiziert und verglichen werden können.
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