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ERP-Systeme

Die Ressourcen im Blick haben – mit ERP

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Ein Add-on erleichtert die Planung

Von Zusatzarbeit per Hand kann auch der Automobilzulieferer UFT erzählen: „Unser eingesetztes ERP-System Abas plant Termine nur unabhängig von der tatsächlich verfügbaren Kapazität der Ressourcen und berücksichtigt dabei keine Termine für Baugruppen oder die Verfügbarkeit von Fertigungshilfsmitteln und Personal“, erklärt Holger Kahl, IT-Leiter bei UFT. „Deswegen haben wir bisher mit einer Projektliste gearbeitet, um eine Terminabbildung unter Berücksichtigung der Kapazitäten zu ermöglichen. Diese Pflege war sehr zeitaufwendig.“ Mit einer automatisierten Feinplanung wären die Mitarbeiter nicht nur entlastet, sie könnten auch noch frühzeitig Engpässe erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Um das umzusetzen, musste sich UFT erst ein zusätzliches Add-on zu seinem ERP-System leisten. Das Feinplanungstool Gant-T-Plan von Dualis berücksichtigt im ersten Schritt bei Kundenaufträgen und Fertigungshilfsmittel alle relevanten Daten hinsichtlich der nötigen Ressourcen. Dadurch weiß das Unternehmen rechtzeitig, wann welche Maschinen und Werkzeuge benötigt werden, und kann dementsprechend effizienter arbeiten. In einer späteren Ausbaustufe soll auch der eigene Werkzeugbau als Vorstufe einer Serienproduktion mithilfe des APS (Advanced Planning and Scheduling) geplant werden.

An die Personalplanung denken

Auch für die Personalplanung kann das Add-on genutzt werden. Dabei sollen Stillstände reduziert werden, die auf fehlender Umrüstung oder nicht qualifiziertem Personal beruhen. Am Ende soll die Planung vollautomatisch ablaufen, inklusive Rückschreibung der realistischen Liefertermine ins ERP-System.

„Bereits nach dem ersten Schritt ist die tägliche Auftragsplanung und Weitergabe von Auftragsdaten wesentlich einfacher. Weil die Planung nun transparenter ist und unsere Ressourcen ausgelastet sind, können wir Termine viel besser einhalten und Sonderfahrten fallen weg“, betont Ingo Hummel, Leiter Produktion bei UFT. MM

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe