Software Die Softwareentwicklung frühzeitig einzubinden, senkt die Kosten
Häufig werden Softwareexperten zu spät in die Entwicklung neuer Maschinen und Anlagen integriert. Dadurch können Aufwand und Kosten besonders bei komplexen Projekten den Rahmen sprengen. Sind die Spezialisten am Entwicklungsprozess beteiligt, können Anforderungen und Rahmenbedingungen klar definiert werden.
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Das Projekt ist abgeschlossen, die Maschine abgenommen und doch gibt es am Ende lange Gesichter, wenn die Kosten für die Softwareentwicklung weit über dem kalkulierten Rahmen liegen. So weit hätte es nicht kommen müssen und dürfen: Softwareexperten werden häufig zu spät in laufende Projekte einbezogen und haben dann kaum noch Einfluss auf die Rahmenbedingungen – sie müssen die Suppe auslöffeln, die alle Projektbeteiligten gemeinsam eingebrockt haben.
Ungenaue Software-Anforderungen treiben die Kosten
Doch nur wenn elektronische, mechanische und Softwarekomponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind, entsteht eine qualitativ überzeugende Maschine mit maximaler Betriebszeit. Hinzu kommt, dass Ingenieure die Anforderungen an die Software anfangs häufig unscharf formulieren. Das erhöht den Aufwand und verursacht unweigerlich Mehrkosten.
Stehen komplexe Konstruktionsaufgaben an, gehören die Softwareentwickler von Anfang an ins Projektteam. Gute Erfahrungen hat das Unternehmen IT Engineering mit folgendem Ablauf gemacht:
- Der Softwareentwickler wird an der Erstellung des Lastenheftes durch den Auftraggeber beteiligt, um die Anforderungen abzubilden.
- Gemeinsam mit dem Auftragnehmer, in der Regel ein Maschinenbauunternehmen, wird ein Softwarepflichtenheft erstellt, das den geforderten Funktionsumfang klar beschreibt.
- Der Funktionsumfang wird in Aufgabenpakete eingeteilt.
- Der Aufwand wird verlässlich geschätzt.
- Für den Auftraggeber entsteht eine klare Entscheidungsgrundlage, die Aufwand, Nutzen, Zukunftsfähigkeit, Risiko und Erweiterbarkeit beinhaltet.
So war auch das Vorgehen bei dem Auftrag, die Software für eine Universalwerkzeugmaschine anzupassen. Die Werkzeugmaschine sollte in eine kostengünstige und trotzdem leistungsstarke Maschine mit eingeschränktem Funktionsumfang umgewandelt werden.
Vereinfachtes Maschinenkonzept wirkt sich stark auf die Software aus
Das Maschinenbauunternehmen hatte das bestehende Maschinenkonzept vereinfacht. Indem die Kinematik eingeschränkt und die Freiheitsgrade reduziert wurden, ließen sich deutlich Kosten senken – mit erheblichen Auswirkungen auf die Software: Es galt, das Bedienkonzept, die Generierung der Bewegungsabläufe und die Benutzerführung für die Werkzeugauswahl anzupassen.
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