Alle mal herhören! Die USA und Europa müssen ihren Stahlstreit beilegen

Quelle: Pressemitteilung des VDMA 3 min Lesedauer

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Ein gemeinsames transatlantisches Schreiben der Industrie fordert, dass der sogenannte Stahlstreit zwischen Europa und den USA beendet werden muss, um Handelsschranken zu vermeiden, so der VDMA.

Zwischen Europa und den USA grassiert ein Streit um Stahl und Alumium. Vergeltungszölle verschärfen die Lage. Es gibt zwar ein Abkommen, doch das endet in wenigen Monaten. Amerikanische und europäische Industrieverbände fordern deshalb ein Ende der Streitigkeiten.(Bild:  F. Ernando)
Zwischen Europa und den USA grassiert ein Streit um Stahl und Alumium. Vergeltungszölle verschärfen die Lage. Es gibt zwar ein Abkommen, doch das endet in wenigen Monaten. Amerikanische und europäische Industrieverbände fordern deshalb ein Ende der Streitigkeiten.
(Bild: F. Ernando)

Der Industrie in Europa und den USA drohen neue Handelsschranken, wenn sich die beiden Partner nicht auf eine langfristige Möglichkeit für den anhaltenden Handelsstreit um Stahl und Aluminium einigen, sagt der VDMA. Das derzeitige befristete Abkommen zu diesem Thema läuft aber schon am 1. Januar 2024 aus und bisher ist keine dauerhafte Einigung in Sicht. Auf Initiative des VDMA fordert nun gut ein Dutzend europäische und amerikanische Industrieverbände eine endgültige Beilegung des Streits.

In einem gemeinsamen Schreiben erklären die Verbände wörtlich: „Da das befristete Stahl- und Aluminiumabkommen am 1. Januar 2024 ausläuft, fordern die unterzeichnenden Wirtschaftsverbände, die jeweils wichtige Industriezweige auf beiden Seiten des Atlantiks vertreten, die EU und die USA dringend auf, eine langfristige Lösung zu finden, die die transatlantischen Handelshemmnisse für Stahl und Aluminium dauerhaft beseitigt und einen weiteren kostspieligen Handelsstreit verhindert.“

Handelsstreit schadet Herstellern und Verbrauchern

Der Handelsstreit, der 2018 mit der Einführung von Zöllen auf die Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukten in die Vereinigten Staaten begann, hat Herstellern und Verbrauchern auf beiden Seiten des Atlantiks geschadet, wie es heißt. Amerikanische Hersteller sahen sich mit höheren Kosten aufgrund höherer Stahl- und Aluminiumpreise konfrontiert, während amerikanische Exporteure bestimmter Stahl- und Aluminiumerzeugnisse sowie einer Vielzahl von Konsumgütern an den Vergeltungszöllen der EU litten. Zugleich wurden die europäischen Hersteller durch höhere Preise für Importe von flach gewalzten Produkten, Stangen, Stäben, Drähten, Rohren und Tanks aus den USA geschädigt, die alle unter die Vergeltungszölle der EU fielen. Viele dieser Zölle wurden zwar vorübergehend eingefroren, merkt der VDMA an, doch könnten sie nun wieder aktiviert werden, wenn der Stahlstreit nicht beigelegt wird.

Gipfeltreffen der USA und EU soll schlichten helfen

„Das zweijährige Abkommen, das beide Seiten im Jahr 2021 geschlossen haben, war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber es hat den Streit nicht beendet und die zugrundeliegenden Probleme nicht gelöst“, kommentiert Holger Kunze, Leiter des European Office des VDMA in Brüssel. Die transatlantischen Hersteller brauchten ein langfristiges Abkommen, das die Handelsströme stärke und Anreize schaffe, sowie das Investitionsvertrauen zwischen den beiden Volkswirtschaften stärke und unnötige Produktionskosten reduziere. Dieses neue Abkommen müsste mit Blick auf den 1. Januar 2024 aber bald abgeschlossen werden. Deshalb ruft der VDMA die Staats- und Regierungschefs beider Seiten auf, das bevorstehende EU-USA-Gipfeltreffen am 20. Oktober als Sprungbrett für Fortschritte in dieser Frage zu nutzen. Weil die Zeit drängt und das Wirtschaftswachstum in Europa weiter stottert, sollte das Thema ganz oben auf der Tagesordnung des Gipfels stehen, fordert Kunze. Folgende Verbände haben den gemeinsamen Brief unterzeichnet:

  • AMT - The Association for Manufacturing Technology
  • Association of Equipment Manufacturers (AEM)
  • Cece Committee for European Construction Equipment
  • Comité Européen des Associations de Constructeurs D'Engrenages et D'Éléments de Transmission (EUROTRANS)
  • European Association of Automotive Suppliers (CLEPA)
  • European Association of Manufacturing Technologies (CECIMO)
  • Europe´s Association for Plastics and Rubber Machinery Manufacturers (EUROMAP)
  • Hydraulic Institute (HI)
  • Information Technology Industry Council (ITI)
  • Mema, The Vehicle Suppliers Association
  • The National Foreign Trade Council (NFTC)
  • Plastics Industry Association (PLASTICS)
  • United States Council for International Business (USCIB)
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
  • Wood Machinery Manufacturers of America (WMMA)

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