Jobbarometer zeigt Sturm Ifo-Institut befürchtet schlechtes Wetter für den Arbeitsmarkt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das vom Münchener Ifo-Institut erhobene Beschäftigungsbarometer zeigt für den März auf schlechtes Wetter, wie die dpa erfahren hat.

Wie das Münchener Ifo-Institut ermittelt hat, steht der Zeiger des Jobbarometers eher auf Surm. Doch man muss auch wissen, wie man die Daten mit Blick auf die Vergangenheit beurteilen sollte ...(Bild:  Ifo-Institut)
Wie das Münchener Ifo-Institut ermittelt hat, steht der Zeiger des Jobbarometers eher auf Surm. Doch man muss auch wissen, wie man die Daten mit Blick auf die Vergangenheit beurteilen sollte ...
(Bild: Ifo-Institut)

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt sind also eher schlecht, wie das Ifo-Institut informieren muss. Die Verschlechterung fiel mit 0,3 Punkten zwar gering aus, der Wert von 92,7 ist allerdings der zweitschlechteste seit der Hochphase der Corona-Pandemie, wie aus den Zahlen der Wirtschaftsforscher hervorgeht. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt schwierig, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen Klaus Wohlrabe. Die Arbeitslosigkeit werde wohl weiter leicht ansteigen.

Alle Sektoren bewegen sich im Minusbereich

Insbesondere die Industrie baut seit nahezu zwei Jahren stetig Arbeitsplätze ab, wie es zur Lage weiter heißt. Kaum ein Unternehmen dieses Wirtschaftsbereichs bleibe davon verschont. Im Bereich der Industrie deutet der Zeiger des Barometers derzeit auf ein Minus von 21,7 Punkten. Dazu passe, dass zuletzt einige große Arbeitgeber teils große Jobabbauprogramme angekündigt haben – darunter VW, Audi, Bosch, der Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen und sogar Siemens. Aber auch mit Blick auf den Handel ist die Stimmung mit minus 12,9 Punkten schlecht. Dort zeigte sich zuletzt aber immerhin ein Aufwärtstrend, so das Ifo-Institut. Im Dienstleistungssektor ist der Wert auf minus 2,8 gefallen. Die Arbeitgeber sind in dieser Sparte also ebenfalls vorsichtiger geworden. Was den Bau anbelangt, so liegt der Index ebenfalls im Minus – allerdings nur um 1,8 Punkte und einem zuletzt eher positiven Trend.

Achtung! Beim Vergleichen ist einiges zu beachten!

Die Werte für die Sektoren sind aber nicht direkt mit dem Gesamtindex vergleichbar, wie die Münchener Experten anmerken. Denn während der Gesamtindex auf das Jahr 2015 als 100 Punkte normiert ist, zeigen die Sektorenwerte den Saldo zwischen Unternehmen, die Jobs aufbauen wollen, und Unternehmen die Jobs abbauen. Ein Wert unter null bedeutet deshalb also, dass mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen. Wie schlecht die aktuelle Lage wirklich ist, verdeutlicht auch ein Blick in die langen Zeitreihen des Ifo-Instituts. Lässt man die drei schlechtesten Monate der Corona-Krise von April bis Juni 2020 und den Dezember 2024 linksliegen, muss man bis ins Jahr 2009 zurückgehen, um niedrigere Werte für den Gesamtindex zu finden.

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