Montagewerkzeuge

Die Zukunft gehört dem Elektroschrauber

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So hoch möchte Erik Felle das Thema Energieeffizienz noch nicht bewerten: „In der Automobilindustrie verkaufen wir fast nur noch elektronisch gesteuerte Elektrowerkzeuge, ob nun kabelgebunden oder mit Akku. Trotzdem ist der Energieverbrauch bei keinem Projekt das entscheidende Argument gewesen, weil die Einsparungen im Vergleich zum Gesamtenergieverbrauch eines Werkes zu gering sind.“

Bei Bosch hat man festgestellt, dass die Abfrage der energetischen Kenndaten der Werkzeuge nur vereinzelt vorkommt. „Dies ist aber sicher, bezogen auf unser Produktsortiment, derzeit noch kein wesentlicher Vergabefaktor“, meint Doelfs. „Vielleicht ändert sich dies, wenn neben den Energiekosten auch die CO2-Emmission zum kostenrelevanten Faktor wird.“

Elektrische Werkzeuge sparen 90% an Energie im Vergleich zu Druckluftwerkzeugen

Das Einsparpotenzial von energieeffizienten Schraubwerkzeugen beziffern die befragten Unternehmen unterschiedlich, aber es ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen. „Beim Umstieg auf elektrische Werkzeuge lassen sich 90% an Energie einsparen“, so Desoutter-Geschäftsführer Göbel. Werde auf der grünen Wiese geplant, entfielen zusätzlich Investitionen für die Installation von Kompressor und Verteilung der Druckluft.

Bosch-Manager Doelfs urteilt: „Rein auf den Energieeinsatz für das Werkzeug gerechnet kann die Einsparung bei 98% liegen.“ Das ergebe sich aus der Betrachtung folgender Punkte: Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Druckluft mit elektrischer Energie, Transport und damit verbundene Leckage sowie Wirkungsgrad des Druckluftschraubers selbst.

Jeder einzelne Elektroschrauber erhöht die Energieeffizienz eines Werkes

Dann komme es darauf an, welche Rahmenbedingungen in einem Werk herrschen. „Es kann also keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Entscheidend ist, zu verstehen, dass jeder einzelne Elektroschrauber bereits einen Beitrag zur Energiereduzierung leistet, da weniger Energie verbraucht wird.“

Als Beispiel nennt Doelfs das eigene Bosch-Werk in Murrhardt, wo ganze Linien vollständig von Druckluft- auf Elektroschrauber umgestellt wurden. „Dies führte zu einer Reduzierung von rund 10% des gesamten Energiebedarfs im Werk.

Genaue Energieeinsparungen von Elektroschraubern noch nicht untersucht

Eine pauschale Aussage zur Energieeinsparung will Atlas-Copco-Geschäftsführer Wiens nicht treffen. „Ohne umfangreiche Untersuchungen ist dies kaum seriös zu beantworten. Eine deutliche Einsparung kann man auf jeden Fall erwarten, wenn man Druckluftschrauber durch Elektrowerkzeuge ersetzt. Geht man von einem relativ einfachen Elektroschrauber aus, dürften die Energieeinsparungen ganz grob bei mindestens 10% liegen.“

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