Anbieter zum Thema
Bei elektrisch angetriebenen Werkzeugen sind der Wirkungsgrad des gesamten Antriebsstrangs sowie höhere Wirkungsgrade von Netzteilen Schlüsselfaktoren zur Effizienzsteigerung. Auch den Energieverbrauch im Stand-by-Modus gilt es bei der Konstruktion verstärkt zu berücksichtigen. „Bei Elektrowerkzeugen gilt grundsätzlich: Werkzeuge, die nicht heiß werden, sind effizienter als andere“, bringt es Wiens auf einen kurzen Nenner.
Markt fordert breiteres Einsatzspektrum für Elektroschrauber
Für Bosch-Bereichsleiter Doelfs ist die Grundsatzfrage aber eine andere: „Wie lässt sich das Einsatzspektrum elektrisch angetriebener Schrauber weiter ausbauen, um eine gute Alternative zur Druckluft darzustellen?“ Im Vordergrund stünden dabei vor allem die Aspekte Ergonomie, Verhältnis von Leistung zu Gewicht und Leistungsfähigkeit.
Aber trotzdem geht Doelfs davon aus, dass es auch in absehbarer Zukunft Anwendungsgebiete für Werkzeuge geben wird, in denen die Druckluft genügend Vorteile bietet, um den Energiekostennachteil auszugleichen. „Ich denke zum Beispiel an verhältnismäßig leichte, kleine und dabei extrem leistungsstarke Schlagschrauber und Schraubwerkzeuge in höheren Drehmomentbereichen bis 100 Nm. Sicher gibt es auch Arbeitsumgebungen, in denen elektrisch angetriebene Werkzeuge aus Arbeitssicherheitsgründen nicht einsetzbar sind. Betrachtet man aber das Gros der industriellen Verschraubungsanwendungen, so kommt man zu dem Schluss, dass die Zukunft sicher den elektrisch angetriebenen Schraubern gehört.“
Druckluftwerkzeuge werden bestehen bleiben
Viele Argumente für Druckluftwerkzeuge wird es laut Wiens auch zukünftig noch geben. Der Atlas-Copco-Experte nennt etwa das geringe Gewicht bei einer gegebenen Leistung und die kleinen Baugrößen, die von Elektrowerkzeugen nie erreicht werden. „Umgekehrt gibt es für Elektrowerkzeuge auch noch viele andere Argumente neben der Effizienz, die den grundsätzlichen Trend zu ihnen unterstützen, zum Beispiel Prozesssicherheit oder Flexibilität. Bei Akkuwerkzeugen sind die Vorteile noch größer.“
Weniger Chancen gibt Desoutter-Geschäftsführer Göbel den Druckluftschraubern: „Wir sehen die Abkehr von Druckluftwerkzeugen als klaren Trend im Bereich Schraubwerkzeuge. Für materialabtragende Werkzeuge ist dies jedoch weitaus schwieriger umzusetzen.“
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:364511)