Rettung von „oben“ Diesen gestrauchelten Unternehmen hilft und half der Staat

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Bund sichert der schlingernden Meyer Werft seine Unterstützung zu, wie jetzt bekannt wurde. Und Deutschland hat auch schon anderen Unternehmen in Not geholfen ...

Was kriselnde Unternehmen betrifft, so ist akutell die Meyer Werft das prominenteste Beispiel. Ihr wird jetzt staatlich geholfen. Doch die Liste der Unternehmen, die vom Bund finanziell unterstützt wurden ist länger. Sie reicht bis ins Jahr 1999 zurück. Hier eine Liste ...(Bild:  Kiesmacher)
Was kriselnde Unternehmen betrifft, so ist akutell die Meyer Werft das prominenteste Beispiel. Ihr wird jetzt staatlich geholfen. Doch die Liste der Unternehmen, die vom Bund finanziell unterstützt wurden ist länger. Sie reicht bis ins Jahr 1999 zurück. Hier eine Liste ...
(Bild: Kiesmacher)

Der Bund hat versprochen, der um ihre Existenz kämpfenden Meyer Werft seine Unterstützung gewähren. Immerhin darf das gestrauchelte Unternehmen für Disney vier große Schiffe bauen, was aber erst vorfinanziert werden muss. Aber schon in der Vergangenheit ist der deutsche Staat Unternehmen finanziell zur Seite gesprungen, die vor allem auch wegen der Coronakrise auf der Kippe standen. Hier eine Auswahl:

Uniper geht das Gas aus

Im Jahr 2022 gerät der Energiekonzern wegen des russischen Lieferstopps von Gas in Schieflage, weil sich die Gaspreise vervielfachten. Im Dezember 2022 genehmigt die EU-Kommission dann die Verstaatlichung. Deutschland zahlte Beihilfen von rund 13,5 Milliarden Euro und wurde mit über 99 Prozent Mehrheitseigentümer des größten deutschen Gasimporteurs. Der Bund ist dabei verpflichtet, seine Beteiligung bis spätestens 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie zu reduzieren.

Lufthansa in Turbulenzen

Im Mai/Juni 2020 schnürt die Bundesregierung wegen der Turbulenzen aufgrund der Coronakrise ein Rettungspaket für das größte deutsche Luftfahrtunternehmen. Der Staat übernimmt mit dem neun Milliarden Euro schweren Hilfspaket eine 20-prozentige Kapitalbeteiligung. 2021 zahlt das Unternehmen die Staatshilfen zurück.

TUI musste fast die Koffer packen

Der deutsche Staat beteiligte sich im Januar 2021 an dem schwer von der Pandemie getroffenen Touristikkonzern TUI. Der Bund stieg dazu mit bis zu 25 Prozent plus einem Anteilsschein beim weltgrößten Reiseanbieter ein. Es wurden 4,3 Milliarden Euro zur als Hilfe beigesteuert – davon 3 Milliarden an Darlehen. Am 1. April 2022 (kein Scherz) gab der Reisekonzern aber einen ersten Teil der Kreditlinien aus dem staatlichen Rettungspaket zurück. Am 30. Juni 2022 folgte eine weitere Rückzahlung.

Curevac hat`s versucht ...

Im Juni 2020 verkündet die Bundesregierung ihre Beteiligung mit 300 Millionen Euro an dem Tübinger Biotech-Unternemen Curevac. Dort forschte man seinerzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Später schiebt der Bund weitere 252 Millionen Euro nach. Einen ersten eigenen Impfstoffkandidaten zieht Curevac aber wegen vergleichsweise schwacher Wirksamkeit zurück. Und dann gab es ja vor etwa 16 Jahren die große Krise ...

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