Brennstoffzellen DLR entwickelt mit Brennstoffzellen betriebenes Elektro-Bugrad für Flugzeuge

Redakteur: Jürgen Schreier

Leise und abgasfrei über das Rollfeld: Ein mit Brennstoffzellen betriebenes elektrisches Bugrad kann dem Luftverkehr beim Einsparen von Treibstoff helfen und den Lärm an Flughäfen deutlich reduzieren. Das beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte System jetzt bereit für die ersten Rollversuche mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA (Advanced Testing and Research Aircraft).

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Elektrischer Bugradantrieb für Airbus A320. (Bild: DLR)
Elektrischer Bugradantrieb für Airbus A320. (Bild: DLR)

"Mit dem Brennstoffzellen-betriebenen elektrischen Bugrad lassen sich bis zu 27% der produzierten Emissionen am Flughafen einsparen und bis zu fast 100% des Lärmes während des Rollvorganges", erklärt Dr. Josef Kallo, beim DLR-Institut für Technische Thermodynamik verantwortlicher Projektleiter für den emissionsfreien Bugradantrieb mit Brennstoffzelle.

Unabhängig von Schleppfahrzeugen und ohne den Einsatz der Haupttriebwerke kann das Flugzeug mit dem elektrischen Bugrad sowohl vorwärts als auch rückwärts die Parkposition erreichen oder verlassen und bis zur Startposition rollen.

Bereits erfolgreich im Labor getestet

Der bereits erfolgreich im Labor getestete Bugradantrieb besteht aus zwei hocheffizienten elektrischen Motorantrieben, die in den beiden Felgen des Flugzeugbugrades eingebaut sind. Die elektrische Energie liefert ein Brennstoffzellensystem, dass das Bugrad eines bis zu 70 t schweren Flugzeugs antreiben kann.

Als direkter elektrochemischer Energiewandler, der aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie produziert, arbeitet die Brennstoffzelle deutlich effizienter als eine Verbrennungskraftmaschine mit gekoppeltem Generator.

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