Werkzeug- und Formenbau

DMD löst Laserauftragschweißen ab

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Aus der Praxis

Das mittelständische Unternehmen HWF Hessische Werkzeug- und Formenbau in Eppertshausen nahe Frankfurt a.M. hat das additive Verfahren getestet. Bei HWF bestand eine der Aufgaben darin, auf einem typischen Formwerkstoff (1.2343 – einer der weltweit meist verwendeten Warmarbeitsstahl mit hoher Verschleißfestigkeit) eine Struktur in der Größe 300 mm × 20 mm × 20 mm aufzubauen.

Bisher wurde solch eine Struktur mit Laserauftragschweißen mit einem Zusatzdraht aufgebaut, um die Gefahr von Rissbildung, Deformation und Änderung der metallurgischen Eigenschaften zu vermeiden. Der Schweißer benötigte dazu zwischen 60 und 80 Stunden.

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Heute, mit Additive Manufacturing, erledigt das Unternehmen den Strukturaufbau mit einer Geschwindigkeit von 5000 mm³/h in Schichtstärken von 0,25 mm. Das heißt, es sind gerade mal 24 Stunden und eine Laserleistung von nur 400 W nötig, um die 120.000 mm³ Material aufzubauen. Eine aufwendige Nacharbeitung mit Fräsen oder Drahterodieren ist kaum noch nötig.

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