Ein Hue und Hott Donald Trump rudert in puncto Zölle für Kanada und Mexiko etwas zurück

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Der Republikaner Trump setzte die Zölle für Waren aus den beiden Nachbarländern Mexiko und Kanada teilweise wieder aus – zumindest vorerst.

Nachdem Donald Trump am 4. März die Zolldrohungen gegen Waren aus Kanada und Mexiko hat in Kraft treten lassen, lässt er nun die Zügel wieder schlaffer werden. Hier mehr dazu ...(Bild:  dpa)
Nachdem Donald Trump am 4. März die Zolldrohungen gegen Waren aus Kanada und Mexiko hat in Kraft treten lassen, lässt er nun die Zügel wieder schlaffer werden. Hier mehr dazu ...
(Bild: dpa)

Für alle Einfuhren aus Mexiko und Kanada, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA (United States Mexico Canada Agreement) fallen, sollen demnach bis zum 2. April keine Strafabgaben gelten, wie die dpa erfahren hat. Kanada und Mexiko betrifft dies in unterschiedlichem Maße. Beim USMCA handelt es sich um ein Freihandelsabkommen, das die drei Länder während Trumps erster Amtszeit unterzeichnet hatten. Nach Beginn seiner zweiten Amtszeit legte sich der US-Präsident in der Handelspolitik jedoch direkt mit den Nachbarn an. Anfang der Woche traten Zölle auf US-Importe aus Kanada und Mexiko in Kraft. Trump hatte die Strafabgaben in Höhe von 25 Prozent unter anderem damit begründet, dass die beiden Länder nicht genug gegen den grenzüberschreitenden Drogenhandel täten. Für Energieimporte aus Kanada wurden Strafabgaben in Höhe von 10 Prozent eingeführt.

Trump setzt wohl auf Salamitaktik

Experten halten Zölle, die bei Trump recht beliebt sind, für eine riskante Strategie, um einen Handelskonflikt auszutragen, weil dies vor allem die Preise im Land ansteigen lässt und damit die Normalbürger am meisten trifft. Die Zollstreitigkeiten der USA mit wichtigen Handelspartnern sorgten auch an den Börsen für schlechte Stimmung und fallende Aktienkurse. Letzteres hat Trump üblicherweise besonders genau im Blick. Der US-Präsident nahm schließlich einiges zurück. Bereits einen Tag später gewährte er einen einmonatigen Aufschub für im Ausland produzierende US-Autohersteller. Das Weiße Haus teilte mit, dass bis Anfang April eine Ausnahme gilt. Und zwar für alle Autos, die über das Freihandelsabkommen USMCA aus Mexiko oder Kanada in die USA kommen.

Das Verhältnis zu Mexiko sei nicht schlecht

Am 6. März verkündete Trump dann die weiter gefasste Ausnahmeregelung für Mexiko und später auch für Kanada, wonach alle Güter aus beiden Ländern, die unter das USMCA-Abkommen fallen, bis Anfang April zollfrei bleiben. Die Folgen für die Nachbarn sind

unterschiedlich. Denn nach Angaben des Weißen Hauses fallen etwa 50 Prozent der Einfuhren aus Mexiko unter das Abkommen, aber nur 38 Prozent der Waren aus Kanada. Trump schrieb auf der Online-Plattform Truth Social, dass er mit Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum telefoniert und den Aufschub aus Respekt und Entgegenkommen gewährt. Die Beziehung zu Mexiko ist seiner Aussage nach schließlich gut. Man arbeite nun gemeinsam daran, Migranten am illegalen Grenzübertritt in die USA zu hindern und den Schmuggel der chemischen Droge Fentanyl zu stoppen. Sheinbaum dankte Trump auf der Plattform X für ein ausgezeichnetes und respektvolles Gespräch. (Nicht zuletzt hatte Mexiko vor Kurzem gleich vier Drogenbosse an die USA ausgeliefert).

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