Ein Hue und Hott

Donald Trump rudert in puncto Zölle für Kanada und Mexiko etwas zurück

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Schipfkanonade zwischen Trump und Trudeau

Für den kanadischen Premierminister Justin Trudeau hatte Trump aber zuletzt weniger wohlwollende Worte übrig. Und auch Trudeau äußerte sich noch vor Trumps teilweisem Zurückrudern pessimistisch. Denn er erklärte, dass er damit rechnet, dass der Handelskonflikt auf absehbare Zeit weitergehen wird. Sein Telefonat mit Trump ist laut seinen Worten bunt gewesen. Es habe durchaus Momente der Spannung enthalten. Laut einer Quelle des Wall Street Journal sollen gar Schimpfworte zwischen beiden gefallen sein. Kanada hatte die US-Zölle direkt mit Gegenzöllen beantwortet und ist bislang dabei geblieben.

Zölle sind die Verhandlungsstrategie des US-Präsidenten

Trump nutzt Zolldrohungen regelmäßig als Verhandlungstaktik, um Zugeständnisse in anderen Bereichen zu erzwingen. Es ist bekanntlich nicht die erste Wende im Rahmen des Gerangels, das Trump gleich nach dem Amtsantritt mit den Nachbarn angezettelt hat. Eigentlich hatte der US-Präsident die Strafzölle auf Waren aus den beiden Ländern bereits Anfang Februar einführen wollen. Doch nur wenige Stunden, bevor die angedrohten Strafzölle auf Waren aus Kanada und Mexiko ursprünglich greifen sollten, ließ er sich doch noch auf Zugeständnisse ein – vor allem auf jene zur Grenzsicherung. Dafür schob er die Handelsbeschränkungen zunächst für 30 Tage auf. Nach Ablauf der Frist machte er am Ende aber doch Ernst mit den Zöllen.

Auch Europa ist nicht vor Zöllen gefeit

Wie man weiß, belegte Trump auch Importe aus China mit neuen Zöllen, die zunächst in Höhe von 10 Prozent wirksam werden sollten, und in einem zweiten Schritt auf 20 Prozent verdoppelt wurden. Aber auch die Europäer müssen mit Zöllen der neuen US-Regierung rechnen. Trump sprach eine solche Drohung bereits mehrfach aus, ohne aber Details zu nennen. Der Republikaner plant generell, im großen Stil wechselseitige Zölle einzuführen. Importabgaben wären dann überall dort gefordert, wo die USA derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner.

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