Eigensinnig! Donald Trump will Chipherstellung in die USA zurückholen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der US-Präsident hat seltsame Vorstellungen davon, warum Chips größtenteils in Asien produziert werden, weshalb er scheint die Branche mit Drohungen in die USA bringen will ...

Donald Trump setzt sich nun vehement dafür ein, dass die Herstellung von Computerchips von Taiwan zurück in die USA wandert, wie die dpa erfahren hat ...(Bild:  Chippendales)
Donald Trump setzt sich nun vehement dafür ein, dass die Herstellung von Computerchips von Taiwan zurück in die USA wandert, wie die dpa erfahren hat ...
(Bild: Chippendales)

US-Präsident Donald Trump hat die Chipindustrie aufgefordert, die Produktion verstärkt in die USA zu verlagern: „Taiwan hat uns das Chipgeschäft weggenommen.“ Nun fordert Trump, das Geschäft zurück in die USA zu holen. Und wenn das nicht klappt, werden wir nicht sehr glücklich sein, warnte er. Die US-Chiphersteller (wie Intel) legten einst den Grundstein der Industrie. Doch vor allem die hochmodernen Chips werden inzwischen hauptsächlich in Taiwan produziert, auch wenn sie in den USA entwickelt werden. Branchenexperten führen den Wandel unter anderem darauf zurück, dass die Behörden die Hersteller über mehrere Jahrzehnte mit großzügigen Subventionen anlockten.

Vorher Zölle, nun doch Ansiedlung

Die große Sorge im Westen ist nun, dass zum Beispiel die Versorgung mit Smartphone-Chips zusammenbrechen könnte, wenn die chinesische Regierung Taiwan abriegle. Trumps Vorgänger Joe Biden startete deswegen ein fast 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) schweres Subventionsprogramm, das Anreize für eine Ansiedlung der Chipfertigung in den USA schaffen sollte. Europa zog mit ähnlichen Plänen nach. Trump kritisierte das Vorhaben im Wahlkampf als Geldverschwendung und signalisierte, dass er stattdessen lieber auf Zölle setzen will: „Wir hatten Intel, wir hatten diese großartigen Unternehmen, denen es so gut ging! Und das wurde uns genommen. Wir wollen dieses Geschäft zurück!“

Missglückte Aufholjagd in Sachen Chips

Intel versucht aber schon seit Jahren, bei den Produktionsprozessen zum taiwanischen Marktführer TSMC aufzuschließen. Zuletzt musste der Intel-Chef Pat Gelsinger seinen Hut nehmen, nachdem sich die Aufholjagd in die Länge zog. Und in Europa legte Intel angesichts knapper Finanzen den Bau einer neuen Fabrik in Magdeburg auf Eis, für die ebenfalls staatliche Unterstützung in Milliardenhöhe zugesagt wurde.

(ID:50320818)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung