Fräsen/Drehen

Dreh-Fräs-Zentrum benötigt rund 30% weniger Stellfläche

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Die beiden unabhängig voneinander verfahrenden Fahrständer mit den Hauptspindeln führen also mit den ihnen zugeordneten Drehspindeln in zwei getrennten Arbeitsräumen parallel alle Fräs-, Bohr- und Drehoperationen aus.

Dreh-Fräs-Zentrum bietet hohe Wirtschaftlichkeit und Produktivität

Die auf allen sechs Seiten fertig bearbeiteten Werkstücke werden schließlich über einen integrierten Greifer auf ein Abführband gelegt. Mit der Kombination von Flexibilität und Leistung eines Dreh-Fräs-Zentrums und der Produktivität eines Stangendrehautomaten ist die MT-2C eine wirtschaftliche Alternative für Hersteller komplexer Dreh-Fräs-Teile. Eben auch für Rohlinge und Sägeabschnitte und nicht nur für Stangenmaterial.

Bei allen Stama-MT-Zentren des Systems 7 erfolgt die Werkstückzufuhr in der Regel über einen Stangenlader. Die Zuführung der Stangen mit einem Durchmesser von 10 bis 100 mm und einer Gesamtlänge bis 1000 mm ist also grundsätzlich automatisiert.

Neu an der zweiten Generation ist die integrierte Automation für die Zufuhr von Rohlingen oder Sägeabschnitten sowie die Abfuhr von Fertigteilen und Stangenendstücken. Für das automatische Handling von Werkstücken, die nicht von der Stange bearbeitet werden können, wurde bisher ein großes Portal über ein Bearbeitungszentrum gestülpt.

Werkstückhandling ist platzsparend in das Dreh-Fräs-Zentrum integriert

Dies ist zum einen mit einem großen Platzbedarf verbunden, zum anderen ergeben sich aufgrund der langen Verfahrwege (auch in die Höhe) des Portals lange Ladezeiten. Oder es wurde ein Roboter davorgestellt, der den freien Zugang zur Maschine oftmals versperrt.

Das neue Werkstückhandling ist platzsparend in die Maschine integriert – das bringt neben der Einsparung von Produktionsfläche auch den großen Vorteil von nur noch einer Schnittstelle vom Fräs-Dreh-Zentrum zu den Zu- und Abfuhrsystemen des Werkstückhandlings. Die Inbetriebnahme verläuft so um einiges unkomplizierter und spätere Prozessänderungen können schnell und flexibel umgesetzt werden.

Hintergrundmagazin des Dreh-Fräs-Zentrums mit 204 Werkzeugplätzen

Ob Variantenvielfalt in der Großserie, Einzel- oder Kleinserienfertigung – für jeden Fall ist ein schnelles und wirtschaftliches Rüsten des Fräs-Dreh-Zentrums vorgese-hen. Für die komplexe Fünf-Achs-Fräs-Dreh-Bearbeitung, die in der Regel eine hohe Werkzeuganzahl voraussetzt, hat Stama jetzt ein passendes Hintergrundmagazin konstruiert mit 204 Plätzen Capto C5 oder HSK-A63.

Der Bediener kann von außen über eine Werkzeugschleuse hauptzeitparallel das Rüstmagazin bestücken. Die Bereitstellung kompletter Werkzeugsätze für abzuarbeitende Aufträge und deren hauptzeitparallele Verwaltung senkt die Rüstzeiten erheblich.

Die zweite Generation der MC 726/MT-2C ist für viele Industrien und Losgrößen eine optimale Fertigungslösung für die Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke. Stama hat mit dieser Weiterentwicklung Innovationen umgesetzt, die ein Fertigungssystem in Zukunft auszeichnen werden: Energieressourcen und Produktionsflächen effizienter nutzen und mit mehr Leistung pro Stellfläche hohe Zeitgewinne und Stückkostenvorteile erzielen.

Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Achim Feinauer ist Geschäftsführer der Stama Maschinenfabrik GmbH in 73278 Schlierbach

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