Nakamura Dreh-Fräs-Zentrum weltweit gemeinsam entwickelt
Auf der Werkzeugmaschinenmesse Jimtof 2012 in Tokio hat der japanische Drehmaschinenhersteller erstmalig die NTJ-100 gezeigt. Das Dreh-Fräs-Zentrum hat Nakamura in Zusammenarbeit mit Ingenieuren in Deutschland, Italien und der Schweiz entwickelt. Die Nakamura-Vertretung Hommel hat eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung gespielt und hat die Maschine bereits im September auf der AMB präsentiert.
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Der NTJ-100 mit zehn servogesteuerten CNC-Achsen empfiehlt sich sowohl für die Komplettbearbeitung komplexer Teile bis zu einem Durchmesser von 42 mm und einer Länge von 200 mm von der Stange, als auch für Werkstücke bis zu einem Durchmesser von 175 mm x 650 mm Länge als Einlegeteil. Die Maschine knüpft an die Vorteile der größeren Super-NTJ: Werkstücke mit schrägen Bohrungen, Gewinden, Anfräsungen und Fräskonturen, die in der Vergangenheit aufwändig zu bearbeiten waren und oftmals die Belegung einer weiteren Maschine verlangten, lassen sich mit der NTJ-Baureihe in einem Setup komplett bearbeiten.
Komplettfertigung komplexer Werkstücke spart Kosten
Die jahrelange Erfahrung mit dem Nakamura-Schwenkrevolver hat gezeigt, dass diese Technik auch für Werkstücke ohne Sekundärbearbeitungen geeignet ist. Im Vergleich zu einer mehrstufigen Bearbeitung spart das Komplettfertigen die Kosten für Sonderwerkzeughalter und zusätzliche Spannmittel und Spannvorrichtungen.
Die NTJ-100 ist mit einer Breite und Tiefe von 3800 mm x 2100 mm (8 m²) ungefähr 20 % kleiner als die Super-NTJ, jedoch durch die senkrechte Bettkonstruktion in Punkto Steifigkeit gleichauf. Die Maschine wiegt 10 t. Mit einer zweiten Y-Achse am unteren Revolver kann die NTJ-100 die Fräszeiten bei symmetrischen Konturen im Vergleich zur Super-NTJ um circa 50 % reduzieren.
Dreh-Fräs-Zentrum wechselt Werkzeuge deutlich schneller als Maschinen der Konkurrenz
Das Maschinenkonzept ist für die Automation mit Stangenlademagazinen und somit für die Präzisionsfertigung von Serienteilen geeignet. Während funktional ähnlich potente Maschinen mit schwenkbarer Frässpindel beim Werkzeugwechseln von Span zu Span fast immer um die 10 s benötigen, erledigen das die beiden Revolver der NTJ-100 in weniger als 1,5 s. Bereits bei zehn Werkzeugwechseln pro Werkstück reduzieren die schnelleren Span-zu-Span-Zeiten die Stückkosten bei Serienteilen um gut 70 % gegenüber einer Maschine mit Dreh-/Frässpindel, meint Nakamura-Präsident Kenichi Nakamura.
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