Steuerungstechnik

Drehstrom-Regelverfahren sorgen für präzisen Rundlauf

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SEW-Eurodrive entwickelte das spannungsgeführte Flussregelverfahren VFC für dynamisch und präzise gesteuerte Drehstromantriebe mit großer Drehzahlkonstanz. Es wird beispielsweise im Frequenzumrichter Movitrac B (Bild 4) eingesetzt, um bei Fördertechnik-Anwendungen kurzzeitige, hohe Lastspitzen abzufangen und schnell auszuregeln.

Betrieb mit Drehgeber ist am genauesten

Grundsätzlich bleibt aber festzuhalten: am genauesten ist – bei allen Regelverfahren – der Betrieb mit einem Drehgeber. Vor allem bei typischen Servoanwendungen mit höchsten Anforderungen an Drehzahlkonstanz, Dynamik und Spitzenmoment – wie Verpackungs-Füllmaschinen, Wickler (Bild 5) und Handlinganwendungen wie Portale oder Roboter – ist der Einsatz eines Drehgebers zwingend erforderlich. Die stromgeführten Flussregelverfahren CFC (für Asynchronmaschinen) oder Servo (für Synchronmaschinen) gewährleisten in den SEW-Produktreihen Movidrive B, Moviaxis und Movipro SDC eine hohe Regelgüte.

Unterschiedliche Regelverfahren sind in den verschiedenen Antriebselektronik-Produkten von SEW-Eurodrive integriert. U/f und VFC benötigen keine Information über die Rotorlage durch ein Gebersystem. Hingegen können die Regelverfahren VFC-n, CFC und Servo ohne ein Gebersystem nicht betrieben werden, liefern allerdings eine höhere Regelgüte und die Möglichkeit der Positionierung. All diese Verfahren kommen im Applikationsumrichter Movidrive B zum Einsatz.

In der Projektierung eines elektrischen Antriebssystems ist es entscheidend, die Anforderungen an die Regelgenauigkeit der Anwendung zu identifizieren.

Kostenoptimierung durch das richtige Regelverfahren

Sind die Anforderungen transparent und spezifiziert, kann das Antriebssystem aus den notwendigen Komponenten (Getriebe, Motor, Geber, Umrichter, Steuerung) zusammengestellt und abgestimmt werden. Kernziel ist, die richtigen Komponenten mit den spezifischen Anforderungen bezüglich der Regelgüte kostenoptimiert abzustimmen.

Werden die Anforderungen von Anfang an zu hoch oder zu niedrig eingeschätzt, entsteht unnötiger Mehraufwand. Dort sieht sich die SEW-Eurodrive als Spezialist in der Begleitung des Kunden bei der optimalen Auswahl der Antriebskomponenten.

Thomas Middelhoff ist Produktmanager Antriebselektronik, Gunthart Mau ist Referent Fachpresse bei der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG in 76646 Bruchsal

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