Die Schweissen & Schneiden nimmt Nimak zum Anlass, seine prozesssicheren Füge- und Handhabungssysteme für den Fahrzeugbau der Zukunft vorzustellen.
Nimak verabschiedet sich bei seiner Fügetechnik vom Pneumatikzylinder, heißt es. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Servoantriebe, wie etwa bei dieser Handschweißzange namens Classicgun-Servo. Nimak will den Anwendern damit die Druckluft ersparen. Hier noch mehr dazu.
(Bild: Nimak)
Die Automobilindustrie und deren Zulieferer schreiten derzeit zur größten Transformation ihrer Geschichte, so Nimak. Es geht primär darum, den CO2-Fußabdruck deutlich zu verringern. Mit fossilen Energieträgern laufende Antriebe zu ersetzen, ist dabei nicht die einzige Maßnahme. Das Ziel zu treffen, beginne bereits mit einer möglichst nachhaltigen Entwicklung und Produktion. Und angesichts der letzten Jahre mit Lieferproblemen, geht es natürlich auch noch darum, die Lieferketten stabiler zu machen. Alle sogenannten multidimensionalen Trends beflügeln dabei die Bemühungen allen Stufen des Produktlebenszyklus möglichst zu automatisieren. Diese Gesamtheit der Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der flexiblen Multivariantenproduktion an beliebigen Standorten in der Welt, will Nimak deshalb jetzt gemeinsam mit den Anwendern auf der Messe in Essen ins Rampenlicht stellen.
Denn Nimak und die Tünkers-Gruppe werden, wie es weiter heißt, entsprechendes Equipment und Know-how für den modernen Karosserierohbau entwickeln, mit dessen Hilfe Treibhausgasemissionen bereits bei Bau des Automobils reduziert werden können. Einen großen Hebel, um das zu erreichen, sehen die Experten darin, ohne Druckluft zu fügen. Denn Druckluft stetig aufrecht zu erhalten, kostet bekanntlich viel Energie und ist nicht wirklich verlustfei machbar.
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Das sind die Nimak-Systeme, die ohne Druckluft fügen:
Da gibt es etwa die Classicgun-Servo. Das ist eine Handschweißzange mit servomotorischem, druckluftfrei arbeitendem Antrieb anstatt eines Pneumatikzylinders. Die Handschweißzange baue auf der bewährten Classicgun auf, sei genauso robust und durch ihr optimiertes Gewicht trotzdem leicht zu handhaben. Unterstützt wird die einfache Bedienbarkeit noch durch frei wählbaren Hübe und den ergonomischen Aufbau. Je nach Schweißaufgabe, stehen laut Nimak verschiedene Leistungsklassen bei den nutzbaren Transformatoren zur Verfügung, so dass sogar Aluminiumbauteile mit den Qualitätsansprüchen einer Großserienproduktion geschweißt werden können.
Nimak hat außerdem die druckluftfreie Cubegun im Portfolio. Dabei handle es sich um ein völliges neues Konzept für die Roboterschweißzange der Zukunft. Basierend auf einem einzigen monolithischen Grundkörper, könnten sowohl Schweißzangen in C- und in X-Bauform aufgebaut werden. Jeder Grundkörper enthält dabei schon den gehäuselosen Transformator nebst Servomotor, wie Nimak erklärt. Dieses Konzept spart Gewicht und Bauraum. Es mache die Cubegun damit zu einer der kleinsten und leichtesten existierenden Roboterschweißzangen am Markt. Auch die Störkonturen wurden etwa durch die Integration von Kühlkanälen und Stromführungen konsequent beseitigt, heißt es. Die Cubegun wird außerdem als Entwicklungsträger stetig weiterentwickelt und stellt die Plattform für weitere Innovationen dar. Zu diesen gehört beispielsweise die zukünftige Integration der kompletten Leistungselektronik.
Dann gibt es noch die kleine Schwester genannte Verwandte der Multiframegun –.die Multiframegun Compact. Diese spezielle Roboterzangenkonstruktion vereint laut Hersteller die zigfachen Vorteile der großen Schwester mit besonders raum- und gewichtssparenden Eigenschaften. Basierend auf fünf Modulen, aus denen diese Zange per Baukastensystem herstellbar sei, sollen schier unendlich viele Konfigurationsmöglichkeiten bestehen, aus denen genau die passende Konstruktion für jede noch so unterschiedliche Schweißanwendung machbar sei. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Stahlapplikationen, wie Nimak anmerkt.
Ein starkes Duo für das hochwertige Aluminiumschweißen
Mit Powergun light und Multicontrol gebe es ein starkes Paar für quasi alle fügetechnischen Aluminiumanwendungen. Nimak hat diese entwickelt, weil Aluminium im modernen Karosserierohbau hoch im Kurs steht, aber dafür immer leistungsstärkere Schweißzangen benötigt werden, wie es heißt. Gleichzeitig soll aber das bisherige Automatisierungsequipment respektive die vorhandenen Roboter möglichst weiter verwendet werden. Deshalb ist die Roboterschweißzange Powergun light besonders leicht. Sie sei nur unwesentlich schwerer als herkömmliche Stahlschweißzangen, habe aber gleichzeitig genug Power, um Aluminium reproduzierbar und in hoher Qualität zu verschweißen. Damit auch jeder Schweißpunkt ein hochwertig werde, regle die Partnerin Multicontrol den gesamten Roboterschweißprozess – und zwar der Elektrodenkraft des Servomotors bis hin zu allen Parametern einer adaptiven Schweißsteuerung. Lesen Sie auf der nächsten Seite, was es in Sachen Kleben, Fräsen und als Alternative zum Buckelschweißen Neues gibt.
Stand: 08.12.2025
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Vom druckluftfreien Elektrodenkappenfräser bis zu sauberen Klebesystemen
Der Erste seiner Art! Für jede Qualitätsschweißung ist nach Meinung von Nimak auch eine optimale Konditionierung der Elektrodenkappen unabdingbar. Bevor diese automatisiert von Zeit zu Zeit gewechselt werden, können sie mit dem, wie Nimak betont, ersten druckluftfreien Kappenfräser wieder gut in Form gebracht werden. Das garantiere Schweißpunkt für Schweißpunkt die nötige Verbindungsqualität;
Automatisierte C-Module. Sie gelten als die platzsparende und günstige Alternative zu Buckelschweißmaschinen. Sehr schmal bauend, fänden sie in jeder automatisierten Fügezelle Platz. Sie brauchen auch keine Druckluft, weil sie auch wieder mit Servoantrieben arbeiten. Das Aufsetzen der Elektroden klappe prallfrei. Frei programmierbaren Hübe und Kraftprofile gibt es auch. Und die dazu gehörende Mutternzuführung (ebenso druckluftfrei) positioniere jede Schweißmutter präzise auf der entsprechenden Aufnahme in der Schweißmaschine;
Kommen wir schließlich zu Nimaks Dosier- und Klebesytemen. Das Herzstück derselben ist der servomotorische Pumpenständer, der jeden noch so abrasiven Klebstoff zum Dosierer fördert, wie Nimak verspricht. Der dafür eingebaute Servomotor arbeitet auch noch präziser als der übliche Pneumatikzylinder. Das gehe so weit, dass beim sogenannten Smartdosing sogar auf den sonst immer erforderlichen Dosierer verzichtet werden könne, um direkt aus dem Klebstofffass zu fördern. Das unterstützt der relativ leichte Dosierkopf (maximal 5 Kilogramm), der dabei hilft, das Material auf das Bauteil aufzutragen.
Nimak auf der Schweissen & Schneiden: Halle 5, Stand 5C26