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Neue Druckluftsteuerungen erleichtern auch die Wartung
Beim reinen Betrieb der Anlage allein hört der Fortschritt allerdings nicht auf. Ein wesentlicher Punkt für eine möglichst kostengünstige Drucklufterzeugung ist auch die Wartung. Schlecht gewartete Anlagen, zum Beispiel mit verschmutzten Kühlern oder Filtern, sind auch in der spezifischen Leistung schlechter.
Neue Managementsysteme ziehen deshalb auch den Parameter der Wartung schon in Betracht und beziehen diesen in die Gesamtoptimierung mit ein. Eine vorbeugende Wartung bringt auf Dauer neben der Energie- auch eine Kostenersparnis mit sich und verbessert die Werterhaltung der Gesamtanlage. Durch die komplexere Überwachung wird auch eine Vorausschau möglich.
Zusätzlich zur Steuerung der Anlage selbst ermöglichen die Managementsysteme der neuesten Generation die Erfassung, Weiterleitung und Auswertung wichtiger Daten für die Dokumentation nach der Energiemanagementnorm ISO 50.001.
Kostenzuordnung durch die Druckluftsteuerung möglich
Die neuen Managementsysteme erfassen Daten über den Luftverbrauch oder, sofern genutzt, die Wärmerückgewinnung und rechnen sie automatisch in Kosten um, die dann wiederum den einzelnen Positionen zugeordnet werden können. Die Nutzung diese Funktionen, einschließlich der Visualisierung, erfolgt webbasiert mit Standardbrowsern ohne den Einsatz von Zusatzsoftware.
Doch was tun, wenn die bestehende Druckluftanlage nicht dem neusten Standard entspricht? Auch dann ist der Einsatz von Managementsystemen möglich. Denn sie erlauben die Einbindung von Altanlagen. Sind die vorhandenen Anlagen nicht entsprechend technisch ausgestattet, ist die Überwachung zwar schwieriger, aber dennoch möglich.
Neue Managementsysteme reduzieren die Schnittstellenprobleme. Sie benötigen keine Zusatzsoftware zur Kostenüberwachung mehr. Die übergeordnete Steuerung einer Kompressorenstation entwickelt sich somit mehr und mehr zu einem kompletten Managementsystem, welches nicht nur die Kompressoren gemäß Druckluftverbrauch ansteuert, sondern das Gesamtsystem und seine Randsysteme überwacht und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betreibt, sowie die Auswertungsmöglichkeiten verbessert. Das bringt mehr Betriebssicherheit bei genaueren Informationen über das eigene System und die Betriebskosten reduzieren sich insgesamt.
Bereits der Sprung von der herkömmlichen Kaskadenregelung zur Steuerung mit mittlerem Anlagendruck und der SAM 1 brachte eine Einsparung von bis zu 20 %, der nächste Sprung zur SAM 1 mit 3-D-Regelung und Bedarfsdrucksteuerung brachte weitere rund 6 % Energieersparnis. Das neue Steuerungssystem wird derzeit getestet. Es zeichnen sich auch hier weitere Einsparmöglichkeiten ab.
* Erwin Ruppelt ist leitender Projektingenieur bei der Kaeser Kompressoren SE in 96410 Coburg; Daniela Koehler ist Pressesprecherin des Unternehmens
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