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Der folgende Vergleich von Installationszeiten bei 1-Zoll-Verbindungen veranschaulicht das Einsparpotenzial noch deutlicher:
- Das Schweißen von dickwandigen Rohren mit Schedule 40 erfordert einen mittleren Zeitaufwand von einer Stunde, angefangen beim Zuschneiden bis hin zum Ausrichten und Schweißen. Bei dickwandigen Rohr-Schraubverbindungen werden für das Zuschneiden, Gewindeschneiden, Ausrichten und Abdichten 48 Minuten benötigt.
- Dünnwandige Rohrverbindungen erfordern für das Zuschneiden, Entgraten und Zusammenbauen zwölf Minuten; bei Durchmessern von mehr als einem Zoll muss man weitere fünf Minuten hinzurechnen.
Alles in allem fallen bei den dünnwandigen Rohrverbindungen die Installationszeiten um mehr als 50% geringer aus.
Spätere Änderungen sind bei dünnen Rohren leichter
Unter Umständen ist es erforderlich, dass Fluidsysteme nachträglich geändert werden müssen. In einem System mit dünnen Leitungen kann jede Verschraubung und jede Verbindung für einen Austausch, eine Nachrüstung oder einen Umbau rasch auseinander genommen werden. Wenn bei einem installierten System Änderungen vorgenommen werden müssen, kann das Wartungspersonal diese Arbeiten mit einer Metallsäge, Schraubenschlüsseln und einigen neuen Bauteilen durchführen.
Wenn beispielsweise ein Abzweig zu einer Leitung hinzugefügt werden muss, kann eine gerade Verschraubung oder eine Winkelverschraubung kurzfristig innerhalb von Minuten unter Wiederverwendung des größten Teils der vorhandenen Teile gegen ein T-Stück ausgetauscht werden. Auch das Entfernen einer Komponente zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Drainage des Systems ist bei der Verwendung von dünnen Rohren viel einfacher.
Gesamtkosten sind bei dünnen Rohren niedriger
Vom Kostenstandpunkt aus gesehen ist der Einsatz von dünnen Rohren in nahezu allen Fällen billiger, auch wenn der Einkaufspreis von Rohrverschraubungen höher liegt als bei ähnlich konfigurierten dickwandigen Rohrkomponenten. Der Kostenvorteil liegt bei den Einsparungen für die Installations- und Wartungszeiten, in der Möglichkeit, die Gesamtmenge des Materials zu reduzieren, und in den Vorteilen der Langlebigkeit ohne Nachlassen der einwandfreien Funktion.
Außer den Vorteilen von leckdichten Fittings sind die Verbesserungen der Gesamtsystemleistung zu erwähnen. Dünnwandige Rohrsysteme verringern Einschlussbereiche und weisen bessere Strömungseigenschaften auf. Glattere Innenwandflächen und sanftere Biegungen der Rohrsysteme mindern Strömungsverluste und -widerstände sowie Druckabfälle.
Außerdem sind höhere Drücke zulässig. Weil es keine Gewinde gibt, steht die volle Wandstärke der Rohre zur Aufnahme des Druckes zur Verfügung, während bei dickwandigen Rohren die Wandstärke durch das Gewinde merklich geschwächt wird.
Ron Holt ist Manager Energy Markets bei der Swagelok Co. in Solon/Ohio (USA).
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