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Auf diese Weise wird maßgeblich zur Sicherheit im Rechenzentrum beigetragen. Durch die Virtualisierung kann die Managementsoftware IT-Prozesse automatisch verschieben, um die Auslastung einzelner Server zu optimieren. So wird bei redundant ausgelegten Systemen die Ausfallsicherheit verbessert – wird ein Problem an einem Server festgestellt, teilt die Software dies über ein sogennantes Management Pack Microsoft mit.
Durch den System Center Operation Manager und den Virtual Machine Manager werden die dort gerade stattfindenden Prozesse einfach auf einen anderen verfügbaren Server umgelegt. So lässt sich auch die Energieeffizienz maßgeblich steigern.
Energieeffizienz der IT-Komponenten ist eine effektive Stellschraube
Die Energieeffizienz der IT-Komponenten sowie die des Rechenzentrums als Ganzen ist die vielleicht effektivste Stellschraube zur Reduzierung der laufenden Kosten im IT-Bereich. Bedenkt man, dass Großrechenzentren durchaus so viel Energie wie eine Kleinstadt verbrauchen können, machen sich schon Energieeinsparungen im niedrigen Prozentbereich schnell finanziell bemerkbar.
Der größte Einzelposten der IT-Infrastruktur ist in der Regel die Klimatisierung. Wenn in ein Bladeserverrack 25 kW Leistung eingebracht werden, entstehen auch (annähernd) 25 kW Wärmeleistung, die von der Klimatisierung abgeführt beziehungsweise heruntergekühlt werden müssen. Ri-Zone ist in der Lage, den Kühlungsbedarf für individuelle Serverschränke zu ermitteln und so die Kühlung bedarfsgerecht zu steuern – eine viel effizientere Lösung als ständiges „Vollgas“ für die Klimaanlage.
Reduzierte Serverkapazität in der Nacht spart viel Energie
In den meisten Unternehmen ist der Bedarf an Rechenkapazität beispielsweise nachts deutlich niedriger. In enger Abstimmung mit dem Applikationsmanagement (System Center Operation Manager) kann das Rechenzentrum so konfiguriert werden, dass die nächtlichen IT-Prozesse auf wenigen Servern konsolidiert werden, während die nicht mehr benötigten Server in einen Stand-by-Modus geschaltet werden (Bild 2). Am nächsten Morgen sorgt das System dann wieder rechtzeitig vor Arbeitsbeginn für das Anfahren der vollen Leistung.
Durch eine intelligente Klimatisierung lassen sich bis zu 50% der Energieaufwendungen für die Kälteerzeugung einsparen. Welches Klimakonzept geeignet ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten beim Kunden ab.
Kosten für Klimatisierung des Rechenzentrums um 70% gesenkt
Auch der Einsatz innovativer Klimakonzepte bringt oft vielversprechende Resultate: Beim Werkzeugbauer Leitz aus Oberkochen erzeugt eine Freikühlanlage mit vergrößertem Wärmetauscher das Kaltwasser bis zu einer Außentemperatur von 20 °C (Bild 3). Rittal stattete das Data Center
außerdem mit dem kabellosen Überwachungssystem CMC aus. Die Sensoren erfassen die Temperatur an den Servern, die Managementsoftware steuert die Klimatisierung, indem sie etwa die Vorlauftemperaturen absenkt oder die Pumpleistung erhöht. Je nach Außentemperatur kann die Anlage innerhalb von zehn Minuten zwischen freier Kühlung und Chiller umschalten.
Bis auf wenige Wochen im Sommer ist bei Leitz kein Chillereinsatz mehr nötig, die freie Kühlung erzeugt das Kaltwasser allein durch die Außenluft. Das Ergebnis: Die Kosten für Klimatisierung wurden sogar um 70% reduziert.
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