CAD/CAM

Durchgängigkeit von der Konstruktion bis zur Fertigung

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Projekt 2: Optimierung der Verwaltung und Verteilung der NC-Programme

Die ursprüngliche DNC-Anbindung war PC-basierend und aufwendig, wenn es um die Inbetriebnahme neuer Maschinen ging. Aber nicht nur die webbasierte Oberfläche und die einfache Onlineintegration von neuen Maschinen, die der Support über Fernwartung vornehmen kann, waren ausschlaggebend für I-Factory I-DNC. Auch zahlreiche Prozessschritte vom CAM-System bis zur Maschine konnten mit I-DNC automatisiert werden.

Bei den in Topsolid‘Cam entwickelten NC-Programmen werden außerdem sämtliche Parameter für die I-DNC-Datenbank erfasst. Doppelte Eingaben werden vermieden und CAM-Entwicklung sowie Maschinenbediener nutzen sicher die gleichen Daten. Ebenso liegen die Werkzeugdaten direkt beim NC-Programm. Im anschließenden Postprozessorlauf werden das maschinenspezifische NC-Programm generiert, die Gültigkeit der Parameter überprüft und das generierte Programm mit den Parametern automatisch nach I-DNC übertragen. Über die webbasierte Oberfläche ist die Auswahl des NC-Programms sehr einfach, flexibel und effizient (Bild 3). Die Übertragung an die Maschine wird über I-DNC gesteuert. Kommt es zu Korrekturen am NC-Programm auf der Maschine, kann die aktualisierte Programmversion ebenfalls in I-DNC gespeichert werden.

Projekt 3: Durchgängige CAD-, CAM- und NC-Integration bis zur Maschine

Die Prozesskette zwischen CAM und NC sowie der Maschine war dank I-Factory I-DNC weitestgehend geschlossen. Jetzt galt es, die datentechnische Verbindung in Richtung Konstruktion zu erweitern. Auch hier konnte Techsoft mit einer Lösung weiterhelfen. Mit dem Topsolid' Cam Manager werden CAM-Daten direkt in Creo Elements/Direct Model Manager verwaltet.

Ifw erfasst die CAD-Daten sämtlicher Einzelteile eines Werkzeugs unter einer Auftragsnummer in einer Model-Manager-Mappe. Die Arbeitsvorbereitung holt sich aus Model Manager die jeweils aktuellen Einzelteilzeichnungen heraus und erstellt die NC-Programme mit Topsolid’Cam. Bearbeitungen, Werkzeuglisten, Datenblätter aus Topsolid’Cam werden wiederum nach Model Manager zurückgespielt. Nach der Generierung des maschinenspezifischen NC-Programms wird dieses in I-DNC abgelegt und lässt sich jederzeit für die Produktion abrufen. Das abgearbeitete Programm kann mit allen Änderungen in I-DNC zurückgespielt werden – etwaige Änderungen wie geänderte Vorschübe, Drehzahlen oder Werkzeuge können dann abgeglichen und übernommen werden. Geht in der Konstruktion ein Modell zurück in Bearbeitung, ist es in der Arbeitsvorbereitung nicht möglich, auf die Daten zuzugreifen. Gleichzeitig informiert eine E-Mail automatisch alle dortigen Mitarbeiter über die anstehende Änderung.

Besonders bei Wiederholteilen zahlt sich integriertes Gesamtsystem aus

Seit gut eineinhalb Jahren verfügt Ifw jetzt über diese durchgängig integrierte Umgebung und hat die damit verbundenen Vorteile zu schätzen gelernt. Besonders bei Wiederholteilen, die oft verbaut werden, zahlt sich die Integration aus. In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter manuell sicherstellen, dass die NC-Programme auffindbar waren und sich auch wirklich auf dem neuesten Stand befanden. Das war sehr aufwendig und gleichzeitig fehleranfällig. Jetzt ist der Zusammenhang zwischen Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung festgehalten und man greift jederzeit ohne großen Suchaufwand auf die aktuelle Datenversion zu. Der gesamte Prozess ist für alle transparent. Da man sich aber immer noch verbessern kann, schöpft das Unternehmen gemeinsam mit Techsoft Schritt für Schritt das weitere Optimierungspotenzial aus.

* Andrea Drescher ist freie Journalistin und arbeitet für Missler Software in 91055 Evry (Frankreich)

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