Bimatec Soraluce Durchhangkompensation garantiert Genauigkeit beim Fräsen
An großen Fahrständer-Fräsmaschinen können jetzt zusätzlich zu den Fräsköpfen auch Pinolen eingesetzt werden. Diese bringen aber das dreifache Gewicht von Fräsköpfen auf die Waage und führen deshalb zu einer Abweichung des Frässchiebers. Aus diesem Grunde wurde eine spezielle Kompensationslösung entwickelt.
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Beim spanischen Werkzeugmaschinenhersteller Danobat Soraluce können die großen Fahrständer-Fräsmaschinen außer mit Fräsköpfen jetzt auch mit Pinolen bestückt werden. Das schafft für den Anwender mehr Freiraum und die Möglichkeit, dass Werkstücke, die früher in mehreren Aufspannungen gefertigt wurden, nicht mehr umgespannt werden müssen. Alles passiert praktisch auf einer Maschine und in einer Aufspannung.
Hochpräzises Fräsen Fräsen durch permanenten Toleranzausgleich
Dieses bisher einmalige System sieht vor, dass die Pinolen in den Durchmessergrößen 130, 150 und 180 mm oder je nachdem auch die Fräsköpfe wechselweise automatisch getauscht werden können. Möglich ist dies durch das automatische Kopfwechselsystem mit einer sogenannten Adapterplatte, auf die die Pinole aufgebaut ist. Dieses System wurde von Soraluce denn auch zum Patent angemeldet.
Da die Pinolen mit 1200 kg das etwa 3-fache der Fräsköpfe auf die Waage bringen, kommen die Hebelgesetze in Anwendung. Ist ein Frässchieber beispielsweise auf 1900 mm ausgefahren, so ergibt sich zwangsweise bearbeitungsseitig eine Abweichung von der Nulllinie. Mit dieser Abweichung wäre aber eine hochpräzise Bearbeitung des Werkstückes nicht möglich, geschweige denn, dass man die Abweichung durch irgendeine andere Lösung in den Griff bekäme.
Durchhangkompensationssystem steuert Frässchieber über einen Drehpunkt
Um diese Abweichung beziehungsweise die Toleranz auszugleichen, hat Soraluce das sogenannte Dynamic CNC Ram Balance System oder zu Deutsch das dynamische Durchhangkompensationssystem entwickelt, das für sich ebenfalls zum Patent angemeldet wurde. Damit wird der Frässchieber über einen Drehpunkt ganz genau gesteuert und die Kompensations- und Regelwerte werden auf einem Monitor für den Bediener sichtbar gemacht.
An der der Maschine zugewandten Seite des Frässchiebers erfolgt die entsprechende Regelung der Kompensation, indem die sogenannten Querschieber, die in Y-Richtung wirken, verstellt werden. Somit kann der Anwender, je nachdem welche Pinole oder welchen Fräskopf mit jeweils unterschiedlichen Gewichten er einsetzt, die Korrektur des Frässchiebers vornehmen beziehungsweise vom System dynamisch erfassen lassen.
Durchhangkompensationssystem arbeitet in jeder Position dynamisch
Das ausgeklügelte Ausgleichssystem arbeitet in Y-Richtung und auf die Nulllinie bezogen sowohl in positive als auch in negative Richtung, sodass praktisch ein sehr breites Toleranzfeld ausgeglichen werden kann. Ein NC-Servomotor sorgt für den Antrieb und damit für die Verstellung des Systems, das permanent und in jeder Position die richtige Einstellung vornimmt.
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