Produktdatenmanagement E-Class trifft PDM
Sachmerkmalleisten und das Management von Normteilen gehören schon seit Langem zum Funktionsumfang eines guten PDM-Systems. Viele Entwicklungsingenieure, die mit solchen Lösungen arbeiten orientieren sich in ihrer Arbeit an Normen wie DIN 4000 und DIN 4001. Procad aus Karlsruhe, Hersteller des PDM-Systems Pro.File, bietet eine Erweiterung seiner bestehenden Klassifikation mittels Sachmerkmalen durch den Klassifikationsstandard E-Class.
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Gut klassifizierte Stammdaten sind die Basis für eine effiziente Wertschöpfungskette. Sie erleichtern das Auffinden gesuchter Elemente und motivieren Entwickler, vorhandene Teile wiederzuverwenden, statt das Rad immer wieder neu zu erfinden.
Acht Charaktere kennzeichnen ein Produkt
E-Class besteht aus einer vierstufigen Pyramidenstruktur (Bild 1). Die vier Ebenen sind das Sachgebiet, die Hauptgruppe, die Gruppe und die Untergruppe. Das Sachgebiet beispielsweise, dem Schrauben zugeordnet sind, heißt [Maschinenelemente]. Darunter gibt es unter anderem eine Hauptgruppe [Schraube, Mutter], darunter eine Gruppe [Schraube mit Kopf] und auf der Ebene der Untergruppe schließlich eine [Holzschraube] mit der Bezeichnung 23-11-01-11.
Das System erlaubt schließlich die Vergabe von unterscheidenden Sachmerkmalen, die sich auf der untersten Ebene finden. Sie sind dem einzelnen Element zugeordnet. Diese klare Struktur und die Nummernsystematik sind standardisiert und international festgelegt. Die Bezeichnung 23-11-01-11 gilt also überall in der Industrie und meint dasselbe Element. Die Systematik von E-Class sowie die Codes können auf der Homepage des E-Class-Vereins nachvollzogen werden.
Klassifikation gehört zum Standardumfang von PDM-Lösungen
Klassifikation gehört zum Standardumfang von PDM-Lösungen. So auch für Pro.File. Das System kennt frei definierbare mehrstufige Sachmerkmalleisten. Auf jeder Ebene können dabei Merkmale definiert werden, die auf die nächste Ebene vererbt werden. Merkmale müssen also nur einmal beschrieben werden.
Im Beispiel (Bild 2), muss der Drahtdurchmesser nicht in jedem der fünf Äste erneut definiert und gepflegt werden, sondern nur einmal auf der oberen Ebene.
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