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In den kommenden Jahren will EBM-Papst weiterhin vom Trend zu mehr Energieeffizienz profitieren. „Die Kosten für Energie werden weiter zunehmen“, prognostizierte Beilke. Sein Unternehmen halte mit energieeffizienten Produkten dagegen. „Wenn man beispielsweise in der europäischen Industrie alle Motoren in Ventilatoren ec-kommutiert machen würden, könnte man drei bis vier Kraftwerke abschalten“, erläuterte der Unternehmenschef.
Produktpiraterie belastet auch EBM-Papst
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte ist für EBM-Papst auch ein Mittel gegen Nachbau und Markenpiraterie. Trotzdem, so schätzt das Unternehmen, gehen rund 150 Mio. Euro durch Nachahmer verloren. „Wir werden dieser Situation zukünftig verstärkt durch den Schutz unseres Eigentums mit Patenten, Geschmacksmustern und Markenrechten begegnen“, kündigte Beilke an.
Der Ventilatorhersteller investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 48 Mio. Euro. Davon entfielen etwa 42 Mio. Euro auf die inländischen Standorte Mulfingen, St. Georgen und Landshut. In China ist das Unternehmen dabei, einen dritten Produktionsstandort zu errichten.
EBM-Papst kann Stammbelegschaft in Deutschland halten
Auf die Krise hatte EBM-Papst mit der Senkung seiner Kosten reagiert. An allen Standorten wurden die Produktionskapazitäten zeitweise angepasst. Um die Stammbelegschaft in Deutschland weitgehend zu halten, wurden flexible Zeitarbeitskonten reduziert, Leiharbeiter abgebaut sowie Kurzarbeit eingesetzt. „Es war gut, wie die Bundesregierung das Instrument der Kurzarbeit schnell und unbürokratisch eingeführt hat“, so Beilke.
In der Spitze (Mai 2009) waren rund 2000 EBM-Papst-Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen. Durch gleichzeitigen Abbau der Arbeitszeitkonten wurde im Durchschnitt jedoch nur 4 Tage pro Monat kurzgearbeitet. Mit Ende des Geschäftsjahres waren noch 312 Mitarbeiter der St. Georgener Tochterfirma von Kurzarbeit betroffen.
Weltweite Mitarbeiterzahl von EBM-Papst wächst
Weltweit beschäftigte EBM-Papst zum Geschäftsjahresende 10226 Mitarbeiter. Gegenüber Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von knapp 5%. Im Inland blieb die Mitarbeiterzahl mit 5081 (–0,5%) nahezu konstant. Alle Auszubildenden wurden auch im Krisenjahr übernommen. Die Ausbildungsquote in Deutschland blieb konstant bei über 5%. Durch den demografischen Wandel sank jedoch die Bewerberzahl in Mulfingen um 25%.
EBM-Papst Mulfingen, Sitz der Unternehmenszentrale, erzielte mit 496 Mio. Euro. einen Umsatz, der um 1,2% über Vorjahr lag, wie Hans Peter Fuchs, Geschäftsführer Finanzen und Controlling von EBM-Papst, auf der Pressekonferenz sagte. Die Zahl der Mitarbeiter nahm, resultierend aus einem starken Wachstum im letzten Quartal, leicht auf 2595 zu.
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