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VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken Edelstahl im Alltagseinsatz – perfekte Oberflächen, jeden Tag, ein Leben lang

| Autor/ Redakteur: Sarah Trzynka / Stefan Graf

Vom Kühlschrank über den Griff an der Haustür bis zum Treppengeländer - jeden Tag kommen wir alle mit Oberflächen aus Edelstahl in Berührung, die geschliffen wurden. Die Wahl des Schleifprozesses wird durch den vorgesehenen Einsatzzweck der Oberfläche maßgeblich beeinflusst.

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VSM-Experten wissen genau, wie technische Oberflächenwerte oder vorgegebene Schliffbilder erzielt werden können.
VSM-Experten wissen genau, wie technische Oberflächenwerte oder vorgegebene Schliffbilder erzielt werden können.
(Bild: VSM)

Manche Oberflächen werden nur in Innenräumen eingesetzt, andere müssen Wind, Wetter und im Winter auch den eingesetzten aggressiven Streusalzen trotzen. Zudem kann die hochwertige, ästhetische Optik das Ziel sein. Andere Einsatzgebiete erfordern präzise definierte technische Eigenschaften der Oberflächenstruktur. Als Experte für den gesamten Schleifprozess liefert VSM nicht nur die passenden Schleifmittel, sondern optimiert die gesamte Anwendung mit dem Blick auf das Werkstück, die Maschine und die Parameter. Erst die ideale Kombination ermöglicht das perfekte Ergebnis des Kunden. Darüber hinaus hat VSM auch die Zeit nach dem Schleifprozess im Blick: wie bleibt die schöne, geschliffene Oberfläche möglichst lange erhalten? Mit diesem Ziel vor Augen erforschte VSM gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin das Korrosionsverhalten von Edelstahl.

Die Bildung der Passivschicht lässt sich positiv beeinflussen

Eine intakte Passivschicht der Edelstahloberfläche ist entscheidend, um Korrosion zu verhindern und eine dauerhaft ansprechende Oberfläche zu gewährleisten. Saubere, metallisch blanke Oberflächen begünstigen die Bildung der Passivschicht. Dazu sollten aufeinander abgestimmte Körnungsfolgen von grob nach fein gewählt werden. Ein Überspringen der Körnungen hätte nicht nur zur Folge, dass die Spanreste des vorhergehenden Schrittes nicht restlos vom Werkstück entfernt werden, sondern auch noch auf dem Werkstück aufplattiert werden. Darunter kann der Stahl die schützende Passivschicht nicht bilden – ein möglicher Korrosionsherd entsteht.

Ein Schleifprozess mit sauber eingehaltenen, immer feiner werdenden Körnungen verhindert das: Spanreste werden entfernt und die Oberflächenstruktur Schritt für Schritt verfeinert. Das im Stahl enthaltene Chrom bildet an der Oberfläche des Werkstücks unter Reaktion mit Sauerstoff und der in der Luft enthaltenen Feuchtigkeit eine neue Passivschicht. Je feiner die Oberfläche geschliffen wurde, desto besser bildet sich diese Schutzschicht. Die Wahl der Oberflächenbehandlung und des geeigneten Schleifmittels sind daher ganz entscheidend für die spätere Einsatz- und Lebensdauer des fertigen Werkstücks.

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Produkte von VSM wie das Langzeit-Schleifmittel VSM KP712 sind für diese Bearbeitung eine gute Wahl: Die Körnungen bis zur Korngröße 800 schaffen ein feines Schliffbild und bilden damit die Grundlage für den werkstoffeigenen Korrosionsschutz. Der glatte Papierträger ist ideal für flache, ebene Werkstücke wie Bleche, Platten oder Stanzteile und begünstigt die Ebenmäßigkeit des Schliffbildes. Die Granulate des VSM Compactgrain bieten gegenüber herkömmlichen Schleifmitteln den Vorteil einer Kornreserve mit Selbstschärfungseffekt. Verbrauchtes Korn bricht aus dem Granulat aus und gibt unverbrauchte, scharfe Kornspitzen frei. Durch die so um ein Vielfaches verlängerte Standzeit ergeben sich ein konstanter Materialabtrag, eine einheitliche Oberflächengüte und reproduzierbare Oberflächenwerte.

Die Schleifbänder halten länger, müssen seltener gewechselt werden und reduzieren so den Abfall, die Lagerhaltungskosten und die Stillstandzeiten der Maschinen.

Verringerte Korrosionsgefahr durch Optimierung des Schleifprozesses

Entscheidend ist, den Schleifprozess nicht zu früh zu beenden. Den Abschluss sollte eine möglichst feine Korngröße bilden. Es gilt die Regel: So grob wie nötig, so fein wie möglich. Die BAM bestätigt dies und hebt in ihrem Abschlussbericht der gemeinsamen Forschungsarbeit den positiven Einfluss der feinen Oberflächenstruktur des Werkstückes auf die Korrosionsgefahr hervor.

Das VSM-Sortiment bietet hierfür eine große Auswahl bis hin zur Körnung 1200 innerhalb der Langzeitschleifmittel VSM Compactgrain. Noch feinere Oberflächen erreicht VSM Ilumeron, ein gestrichenes Langzeitschleifmittel für Polieraufgaben, das bis Körnung 2000 erhältlich ist und sich durch einen besonders hohen Glanzgrad der bearbeiteten Oberflächen auszeichnet. Die abschließende Körnung des Schleifprozesses hängt von der zu erzielenden Oberfläche ab: Kundenseitige Vorgaben können von einem technischen Wert wie der Rautiefe über ein optisches Erscheinungsbild bis hin zu einer individuellen Referenz reichen. Als finalen Schritt empfiehlt VSM den Schleifgang mit einem Vliesschleifmittel. Die feinen Fasern legen sich dank der elastischen, dreidimensionalen Struktur in die Oberfläche hinein und entfernen letzte Spanreste und Anhaftungen, ohne die Toleranzen des Werkstückes zu gefährden. Die abschließende Behandlung mit einer Bürste zu diesem Zweck ist ebenfalls möglich.

VSM auf der Blechexpo: Halle 7, Stand 7105

Weitere Meldungen zur Blechexpo finden Sie in unserem Special.

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