Betriebseinrichtungen Effiziente Klimatisierung von Lagerhallen
Die Klimatisierung einer Lagerhalle gestaltet sich nicht einfach, gilt es doch, viele Kriterien zu berücksichtigen wie das einzulagernde Gut und die Größe der Halle. Dazu kommt noch, dass die Energieeffizienz eine immer größere Rolle spielt.
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Die Klimatisierung einer Lagerhalle ist eine Kunst für sich. Denn jede Halle hat andere klimatische Anforderungen. So muss auf die zu lagernden Produkte ebenso geachtet werden wie auf die darin arbeitenden Menschen. Dazu kommen noch äußere Einflüsse wie das Wetter. In dem einen Lager muss nur geheizt werden, in einem anderen erfordern es die einzulagernden Produkte, dass geheizt und gekühlt wird, und bei vielen Produkten für die Lebensmittelindustrie muss nur gekühlt werden. Dazu kommt noch die Hallengröße, die Einfluss auf die auszuwählende Belüftungsart und Klimaanlage hat.
Auch die Auswahl der Brennstoffart gestaltet sich nicht einfach, denn bei ölbeheizten Hallen muss auch an die Lagerfläche für das Brennmaterialgedacht werden. Ebenso muss rechtzeitiges Nachbestellen sichergestellt werden, weil der Brennstoff auch zeitlichen Preisunterschieden unterliegt. Bei Erdgas entfallen diese Kriterien, dazu kommt noch nach Aussage des BGW Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e. V., dass sich mit Erdgas sowohl heizen als auch kühlen lässt. Denn mit der Kälte eines Erdgas-Klimagerätes oder eines Absorbers können unter bestimmten Voraussetzungen auch Lufterhitzer und Fußbodenheizungen betrieben werden. Dann ist außer dem Heizen auch das Kühlen des Lagers möglich, was nach Aussage des BGW besonders im Sanierungsfall eine Alternative ist. Eine Umstellung auf Erdgas lohne sich besonders dann, wenn die Heizungsanlage den gesetzlichen Vorgaben nicht entspreche.
Luftkollektoren – einfach konstruiert und effizient.
Eine Ergänzung zu den CO2-belasteten Heizungen können Luftkollektoren sein. Das Unternehmen Energy-21 beschäftigt sich deshalb seit vielen Jahren mit der Konstruktion und der Nutzung von Luftkollektoren. Im Gegensatz zu konventionellen Kollektoren (Wasserkollektoren zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung) wird in Luftkollektoren Luft erwärmt. Ihre Konstruktion ist nach Aussage des Unternehmens wesentlich einfacher, aber nicht weniger effizient. Zusammen mit niedrigen spezifischen Kosten bilden Luftkollektoranlagen äußerst interessante Varianten der Sonnenenergienutzung. Die Luftkollektoren können eingesetzt werden zur:
- Heizung oder Heizungsunterstützung in Verbindung mit kontrollierter Lüftung,
- Temperierung (frostfrei halten von Hallen oder Lagern),
- Entfeuchtung (insbesondere bei nicht ständiger Nutzung),
- Trocknung (Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie).
Bei Luftkollektoren sind vier Bauarten üblich, solche mit überströmtem Absorber, unterströmtem Absorber, umströmtem Absorber und durchströmtem Absorber.
Eine zusätzliche Variante zu solarunterstützten Luftsystemen ist die Vorwärmung der Luft (im Winter) und die Kühlung der Luft (im Sommer) in so genannten Erdwärmetauschern. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Im Erdboden werden Rohre verlegt, durch die die Luft strömt. Weil die Temperatur des Erdreichs im Vergleich zur Umgebungstemperatur wesentlich schwächer und jahreszeitlich versetzt schwankt, wärmt es im Winter die Luft vor (Erdreich ist wärmer als die Luft) beziehungsweise kühlt im Sommer (Erdreich ist kälter als die Luft).
Deshalb lassen sich nach Aussage von Energy-21 in Verbindung mit Luftkollektoren umweltverträgliche, beinahe CO2-freie Klimatisierungssysteme entwickeln.
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