Pressen
First-Time-Right bei höchstfesten Blechen

Ein Gastbeitrag von Richard Stauder 3 min Lesedauer

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Eine effiziente Methodenplanung berücksichtigt die Werkzeugkippung und das Arbeitsvermögen an Pressen und ermöglicht ein First-Time-Right bei höchstfesten Blechen.

Presskraftkurve eines realen Fertigungsprozesses an einer mechanischen Servopresse bei Meleghy Automotive.(Bild:  Stauder)
Presskraftkurve eines realen Fertigungsprozesses an einer mechanischen Servopresse bei Meleghy Automotive.
(Bild: Stauder)

Stellen Sie sich vor, Sie lassen sich eine neue Küche einbauen. Wir alle erwarten doch dann, dass der Ofen vom ersten Tag keinen künstlichen Geruch erzeugt und die eingestellte Temperatur erreicht. Das Licht im Kühlschrank beim Öffnen angeht und der Dunstabzug gerade und mittig – also perfekt sitzt.

In der Fertigungsindustrie steht der Begriff „First-Time-Right“ für die Anzahl verwendbarer Bauteile im Verhältnis zur Gesamtproduktion. Fehler und Nacharbeiten sind nicht nur in der Serienfertigung kostspielig, sondern auch im Werkzeugbau. Schon beim Anlauf neuer Werkzeuge entscheidet sich, ob ein Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann oder durch viele Korrekturschleifen zu einem Zuschussgeschäft wird. Der Leitsatz „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen“ (Anton Bruckner) gilt hier besonders.