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Energieverbrauch der Pumpen bei Novo Nordisk um über 60 % gesenkt
In einem anderen Fall arbeiteten in der Wasserkühlung einer Anlage des Pharmaunternehmens Novo Nordisk neun Pumpen rund um die Uhr auf Hochtouren – Stillstand in der Produktion kann sich ein Pharmahersteller auf keinen Fall leisten. Die Pump-Audit-Berater empfahlen die Installation energieeffizienter Doppelpumpenanlagen. Sollte eine laufende Pumpe einen Fehler melden, stellt die Kontrolleinheit sicher, dass ein anderes Aggregat startet. Ergebnis: Vor dem Projekt belief sich der Energieverbrauch auf 2.365.000 kWh pro Jahr. Mit der Umstellung reduzierte sich der Verbrauch um 40 % auf jährlich 920.000 kWh pro Jahr. Das Projekt amortisierte sich in rund drei Jahren.
Mit Hocheffizienzpumpen steht eine der effektivsten Energieeffizienztechniken bereits heute zur Verfügung – ohne Zeitverzug, sofort einsetzbar. Warum aber fällt es so schwer, seit Jahren bekannte und bewährte Maßnahmen zur Energieeinsparung auch tatsächlich umzusetzen?
Dies liegt vor allem an zwei Punkten:
- Unternehmen unterschätzen regelmäßig die Einsparpotenziale.
- Als zentrales Hindernis wird die Finanzierung der Energieeffizienzmaßnahmen genannt.
Speziell der letzte Punkt hat gravierende Auswirkungen. Häufig werden nicht unbedingt notwendige Investitionen generell abgelehnt (wenn beispielsweise die Instandhaltung der Crash-Philosophie folgt – man wartet, bis die Anlage ausfällt). Andere Unternehmen geben für Investitionen eine maximale Amortisationszeit von zwei bis drei Jahren vor.
Hintergrund: Die Betriebswirtschaftslehre bewertet Investitionen nach der Amortisationszeit (AMZ) oder dem Return on Investment (ROI). Aber ist die Betrachtung tatsächlich „richtig“ im Sinne von relevant für Entscheidungen des Managements? Genau betrachtet nicht: Denn die AMZ beschreibt den Zeitraum, bis wann sich eine Investition wieder einspielt – das heißt: Die AMZ ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Risikomaß und kein Rentabilitätsmaß! Langfristige Investitionen, wie Investitionen im Energiebereich, die sich durch eine lange Nutzungsdauer auszeichnen, weisen über alle Jahre der Nutzung hohe Einsparungen auf. Die kurzsichtige AMZ-Betrachtung verhindert dies! Kurz: Unternehmen dürfen bei Energieeffizienzbetrachtungen nicht auf kurze Amortisationszeiten schauen, sondern müssen die Kapitalrendite über die gesamte Nutzungsdauer der installierten Technik berücksichtigen.
Leitgedanke sollte die Zugrundelegung des Barwerts sein: Der Barwert ist in unserem Fall der Wert, den alle zukünftige Einsparungen aufsummiert in der Gegenwart besitzen.
Pump Audits als Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit
Fazit: Die Vielzahl an Pump Audits von Grundfos bezeugt, wie viel Energieeinsparpotenzial bei bereits installierten Pumpen als „Low-hanging Fruits“ geerntet werden kann – in der Spitze bis zu 80 %. Grundfos hat sich als weltweit führender und am Gedanken der Nachhaltigkeit orientierter Pumpenhersteller das Ziel gesetzt, mit unterschiedlichsten Initiativen über die Verfügbarkeit und Chancen der Einsparpotenziale bei Pumpen aufzuklären. Bereits bei der Formulierung der Ökodesign-Richtlinien war Grundfos aktiv, um schärfere Grenzwerte einzufordern. Mit der Initiative „Energy Movement“ zeigt Grundfos weltweit: Energieeffizienz ist die sauberste, sicherste und wirtschaftlichste Energiequelle, die wir haben. Das gelingt am besten durch positive Fallbeispiele, die durch Fakten, Zahlen und konkrete Ergebnisse bestätigt werden.
* Ralf Siekmann ist Business Unit Director Service Zentraleuropa bei der Grundfos GmbH in 40699 Erkrath
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