21. Composites-Markterhebung Eher gedrückte Stimmung in Sachen Marktentwicklung von Composites

Quelle: Pressemitteilung von Composites Germany 4 min Lesedauer

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Bereits zum 21. Mal befragte Composites Germany Unternehmen aus den Trägerverbänden ACK, Composites United und VDMA zur Entwicklung der Branche im ersten Halbjahr 2023. Hier die Ergebnisse.

Composites Germany gibt die Ergebnisse der 21. Composites-Markterhebung bekannt, die das erste Halbjahr 2023 beleuchten. Leider malen die zusammengefassten Antworten der befragten Unternehmen aus dem Composites-Sektor kein erfreuliches Bild. Lesen Sie, warum.(Bild:  P. Knollschröder)
Composites Germany gibt die Ergebnisse der 21. Composites-Markterhebung bekannt, die das erste Halbjahr 2023 beleuchten. Leider malen die zusammengefassten Antworten der befragten Unternehmen aus dem Composites-Sektor kein erfreuliches Bild. Lesen Sie, warum.
(Bild: P. Knollschröder)

Nachdem bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage in 2021 durchweg positive Tendenzen zu erkennen waren, rutschte die Stimmung in 2022 ab, heißt es. Bereits zum dritten Mal in Folge zeigen sich nun bei der aktuellen Erhebung pessimistischer Bewertungen (Diagramm 1). Die Gründe für die Betrübnis seien vielfältig. Die schlimmsten Spielverderber dürften vor allem die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise sein. Hinzu kommen weiterhin Probleme in einzelnen Bereichen der Logistikketten sowie ein zurückhaltendes Konsumklima, registrieren die Experten.

Die Composites-Geschäftslage ist zunehmend mau

Trotz steigender Zulassungszahlen sei auch die Automobilindustrie als wichtigster Anwendungsbereich für Composites noch nicht auf ihr altes Volumen zurückgekehrt. Dabei verdeutlicht sich auch der Strategiewechsel europäischer OEM, der sie weg von Volumenmodellen führt und hin zu margenstarken Fahrzeugsegmenten, glaubt man. Auch die Bauindustrie steckt als zweiter zentraler Anwendungsbereich für Composites derzeit in einer Krise. Zwar sind vielfach die Auftragsbücher noch gut gefüllt, aber Neuaufträge bleiben derzeit vielfach aus. Hohe Zinsen und Materialkosten nebst hohen Lebenshaltungskosten belasteten vor allem den privaten Bau stark. Derzeit wird für die Bauindustrie ein realer Umsatzrückgang für 2023 von rund 7 Prozent erwartet.

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Die Bewertung der Geschäftslage des eigenen Unternehmens ist deshalb zunehmend pessimistischer. Vor allem für Deutschland zeigt sich ein negatives Bild. Rund 44 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Geschäftslage kritisch. Etwas positiver fällt die Sichtweise auf das weltweite Geschäft und Europa aus. Hier bewerten „nur“ 36 Prozent respektive 33 Prozent ihre Situation eher negativ.

Composites-Industrie blickt skeptisch in die Zukunft

Der eher pessimistischen Beurteilung der aktuellen Geschäftslage folgend, drehen die Zeiger auch für die zukünftigen Geschäftserwartungen in Negative. Die entsprechenden Kennwerte für die generelle Geschäftslage zeigen nach einem Anstieg innerhalb der letzten Befragung deshalb nun deutlich nach unten (Diagramm 2). Auch für das eigene Unternehmen zeigen sich die Befragten hinsichtlich ihrer Zukunftserwartungen pessimistischer (Diagramm 3). Die Teilnehmer gehen offensichtlich nicht von einer kurzfristigen Besserung der Situation aus. Auffällig ist laut Aussage der Analysten auch bei diesem Aspekt, dass die Sichtweise auf die Region Deutschland im Verhältnis zu Europa und der weltweiten Konjunktur kritischer ist. Denn rund 22 Prozent der befragten Composite-Player erwarten eine negative Entwicklung in Deutschland. Nur 13 Prozent glauben, dass sich die Situation verbessern könnte. Für Europa und auch die Welt zeigen sich aber bessere Kennwerte. Viel besser sieht es nicht bei den Investitionen und der Personalplanung aus, wie die nächste Seite beweist.

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