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Verkabelungsaufwand in der Maschine wird halbiert
In Anwendungen, die keine erhöhten Anforderungen an die Auflösung der Rückführsignale stellen, setzt Kollmorgen digitale Resolver mit 24-bit-Auflösung am Motor und Regler ein, die die analogen Geberinformationen in ein störfestes, digitales RS485-Signal umwandeln. Damit bietet das Unternehmen eine skalierbare Lösung, die tatsächlich auch alle gängigen Applikationen abdeckt.
Macht eine Applikation höhere Auflösungen des Rückführsystems notwendig, kommen Servomotoren mit integrierten Motor-Feedback-Systemen EKS36 beziehungsweise EKM36 von Sick als Absolutwertgeber mit Hiperface DSL-Interface zum Einsatz. So können Kunden ihre Antriebspakete extrem flexibel konfigurieren. Der Aufwand für Verdrahtung, Hardware und Lagerhaltung sowie Verwechselungsrisiken wird deutlich reduziert.
Aus Sicht der Maschinenbauer bietet die Einkabeltechnik mit Hiperface-DSL zahlreiche Vorteile, die der gesamten Wertschöpfung zugutekommen. Da nur noch ein einziges Motorkabel benötigt wird, wird der Verkabelungsaufwand in der Maschine praktisch halbiert, denn es entfallen ein kompletter Geberkabelsatz, zwei Steckverbinder sowie der komplette Verlegungsaufwand für diesen Kabelsatz (Bild 3).
Optimierte Wertschöpfungskette beim Maschinenbauer
Natürlich reduziert sich auch der Platzbedarf für die Verkabelung. Unter dem Strich kann die gesamte Antriebstechnik dadurch deutlich preisgünstiger werden. Der reduzierte Installationsaufwand hat zudem den Vorteil, weniger Fehlerquellen aufzuweisen und dadurch schon alleine rein statistisch reduzierte technische Risiken zu besitzen. Dies wiederum ist einer der Gründe, weshalb Hiperface-DSL auch eine höhere Verfügbarkeit der Maschinen ermöglicht.
Aber nicht nur in der Konstruktion von Antriebssystemen und Maschinen eröffnen die Einkabeltechnik von Kollmorgen und Hiperface-DSL von Sick eine Reihe von Vorteilen, sondern auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Maschinenbau. Das betrifft sowohl die materialwirtschaftliche Bevorratung im Lager als auch zum Beispiel den Platzbedarf für Energieführungsketten in der Maschine: Der Kabelschlepp wird deutlich kleiner. Ebenso verringert sich der für Kabeldurchführungen und Leitungen bislang benötigte Platz im Schaltschrank, wodurch dieser kleiner und kostengünstiger werden kann. Weniger Hardware reduziert zudem dessen Masse. Für Anwendungen, in denen der Antrieb in einem dynamischen Prozess mitbewegt werden muss, ist dies ein entscheidendes Argument, denn ein geringeres Gewicht ist gleichbedeutend mit weniger kinetischer Energie, die beispielsweise von einem Roboter aufgebracht werden muss.
Kollmorgen forciert Antriebspakete mit Einkabeltechnik
Hier wie auch in „stationären“ Anwendungen kommt ein weiterer Vorteil für den Maschinenbauer hinzu. Die Möglichkeit zum Downsizing des Antriebes ohne Leistungsverlust der Maschine. In bestimmten Applikationen kann der Servoantrieb eine Größe kleiner ausgelegt werden. Zudem ist ein Antrieb einer geringeren Leistungsklasse in der Regel auch im Preis günstiger.
In gleich drei Produktfamilien bietet Kollmorgen hochleistungsfähige Antriebspakete mit Einkabeltechnik und Hiperface DSL als High-End-Option an. Bei den Servomotoren der AKM-Serie handelt es sich um beschleunigungsstarke und gleichzeitig energieeffiziente Permanentmagnetmotoren. In insgesamt 28 Gehäuse- und Baulängenkombinationen bieten sie eine besonders hohe Leistungsdichte, durch die sich Maschinen kompakter konstruieren lassen. Mit erprobten Standardkomponenten aus einem umfassenden Baukasten an Größen und Leistungen lassen sich mehr als 500.000 unterschiedliche AKM-Servomotoren konfigurieren.
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