Lapp Kabel

Eine Kabel-Erfolgsgeschichte – Bunte Adern ersetzen schwarze Einzeladern

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Mit einem Bankkredit über 50000 DM wurde 1959 die U.I. Lapp KG gegründet. Die Abkürzung U.I. steht für Ursula Ida. In der Garage des Wohnhauses in Stuttgart-Vaihingen ging es los. Oskar Lapp übernahm den Außendienst und besuchte die Kunden, Ursula Ida schrieb Werbebriefe und kümmerte sich um die Buchhaltung. Die Nachfrage nach der Steuerleitung mit farbigen Einzeladern und PVC-Außenmantel war enorm.

Ölflex war das richtige Produkt zur richtigen Zeit. Bald wurde der erste Mitarbeiter eingestellt. Oft fuhr Ursula Ida Lapp mit dem Handwagen zum Güterbahnhof, um die bestellten Kabel, die anfangs in Ringen geliefert wurden, zu etikettieren und gleich weiter zu versenden.

Seit 1963 hat Lapp eine eigene Fabrik

Bereits 1963 wurde die erste eigene Fabrik gegründet, um die Ölflex-Leitungen selbst zu fertigen. 1965 wurde der Firmensitz in die Schulze-Delitzsch-Straße in Stuttgart-Vaihingen verlegt – auch heute noch der Stammsitz des erfolgreichen Unternehmens.

Immer neue Varianten des Kabels kamen auf dem Markt. „Durch die Nähe zum Kunden, wusste Oskar Lapp immer welche speziellen Bedürfnisse und Anforderungen der Markt hatte“, erklärt Armin Heß. Anfang der 70er Jahre kamen die ersten Ölflex Nummernkabel mit durchnummerierten Einzeladern. Denn Lapp produzierte Kabelstränge mit bis zu 130 farbigen Adern.

Für die Unterscheidung reichte das Farbenspektrum nicht mehr aus. Zum Schutz vor elektromagnetischen Einflüssen (Immissionen und Emissionen) brachte Lapp 1972 die erste Ölflex CY mit verzinntem Kupfergeflecht auf den Markt. 1977 kam die erste Aufzugssteuerleitung mit einem Tragorgan aus Hanf für bessere Zugentlastung und für eine lange Lebensdauer.

Drei Neuentwicklungen im Kabelbereich dominierten in den 80er Jahren

In den 80er Jahren dominierten drei Neuentwicklungen: Die Ölflex Servo wurde 1980 als erste Universalleitung zur Leistungsübertragung und Temperaturüberwachung von Servomotoren präsentiert. Drei Jahre später die Ölflex FD für den Einsatz in Energieführungsketten oder ortsveränderlichen Maschinenteilen.

Heute sind die FD-Leitungen für fünf Millionen Wechselbiegezyklen ausgelegt. 1984 hatte die Ölflex halogenfrei Premiere – eine flammwidrige Leitung, die keine toxischen Gase an die Umwelt abgibt und sich somit vor allem dort empfiehlt, wo Personen und Gegenstände besonders geschützt werden müssen.

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