Wir brauchen sie! Eine Million E-Auto-Batterien allein durch deutsches Lithium möglich

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) räumt dem geplanten Abbau von Lithium in Altenberg (Osterzgebirge) eine sehr hohe Priorität ein, so die dpa.

Von ausländischem Lithium ist ganz Europa abhängig. Doch Lagerstätten dieses wichtigen Rohstoffs für die Energiewende gibt es auch in Deutschland. Bundeskanzler Olaf Scholz spricht sich deshalb klar dafür aus, diese Quellen auch anzuzapfen ...(Bild:  Erzmännchen)
Von ausländischem Lithium ist ganz Europa abhängig. Doch Lagerstätten dieses wichtigen Rohstoffs für die Energiewende gibt es auch in Deutschland. Bundeskanzler Olaf Scholz spricht sich deshalb klar dafür aus, diese Quellen auch anzuzapfen ...
(Bild: Erzmännchen)

Nach Meinung von Olaf Scholz braucht man in ganz Europa die Bereitschaft, Lithium und andere strategisch wichtige Rohstoffe abzubauen, wenn es wirtschaftlich ist. Denn das Thema stelle sich nicht nur in Deutschland. Denn an diversen Orten Europas gibt es Rohstoffe, die Europa dringend braucht, und die man sich auch holen kann, stellte Scholz bei einem Besuch im Sächsischen Oberbergamt in Freiberg fest. Dazu brauche man aber die Bereitschaft, die Rohstoffe auch zu fördern – und das nicht nur in Übersee zu machen.

Deutschland soll unabhängiger von Rohstoffen werden

Auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sprach sich dafür aus, verstärkt eigene Rohstoffe zu nutzen: „Wir können nicht nur auf die Welt schauen und glauben, andere lösen unsere Probleme. Wir sind selber verantwortlich!“ Deutschland sollte demnach unabhängiger von ausländischen Quellen werden. Zugleich will man zeigen, dass so etwas auch mit den hohen Standards bei uns möglich ist. „Wir sind ein Automobilland. Wir haben ein Interesse daran, dass die Wertschöpfung hier in Sachsen bleibt und dementsprechend unsere Rohstoffe und Ressourcen genutzt werden“, so Dulig. Und Scholz hatte sich in Freiberg vor allem über das von der Zinnwald Lithium GmbH geplante Lithiumabbau-Vorhaben bei Altenberg im Erzgebirge informiert. Es soll entsprechend des vor wenigen Monaten durch die EU beschlossenen Critical Raw Materials Act als strategisches Projekt anerkannt und umgesetzt werden. Geplant sind Investitionen von über 500 Millionen Euro. Mindestens 400 neue Jobs würden entstehen.

Deutsches Lithium reicht für eine Million E-Autos im Jahr

Lithium gilt als unter anderem als zentraler Rohstoff für die Herstellung von Batterien. Allein in Europa soll die Zahl der Elektroautos bis zum Jahr 2050 um das 35-fache steigen. Zinnwald Lithium will deshalb durch den Abbau des Rohstoffs die Herstellung von jährlich 15.000 Tonnen batteriefähigem Lithiumhydroxid. Das würde den Bedarf von jährlich einer Million Batterien für E-Autos durchschnittlicher Größe decken. Scholz war deshalb auch im Juli bereits nach Belgrad gereist. Und gemeinsam mit EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic unterschrieb er dort eine Absichtserklärung, die eine umweltverträgliche Förderung des weltweit extrem begehrten Leichtmetalls im Jadar-Tal ermöglichen soll. Dort befindet sich Europas größtes Lithiumvorkommen. Kürzlich hatten aber auch Zehntausende Menschen in Belgrad gegen den geplanten Abbau demonstriert.

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