Industrie 4.0

Einheitliche Sprache als Turbo für Industrie 4.0

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Demonstratoren sollen Transparenz erzeugen, um Nutzen von Industrie 4.0 zu verdeutlichen

Die Praxistauglichkeit der Industrie 4.0-Komponente wird anhand von konkreten Anwendungsfällen (Use Cases) aus der Automotive-Branche, dem Maschinenbau und der Prozessindustrie erprobt. Unterstützt wird der ZVEI vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. Die Referenzarchitektur und die Industrie-4.0-Komponente hat er mit den Automatisierungsexperten von VDI/VDE-GMA und DKE erarbeitet. „Wir haben in Deutschland ausreichend Know-how, um den hiesigen Industriestandort im internationalen Wettbewerb dauerhaft zu sichern“, erklärt Ziesemer. „Insbesondere dann, wenn wir die Fähigkeiten der wichtigsten Akteure bündeln, so wie wir es in der Plattform Industrie 4.0. mit Bitkom und VDMA gemacht haben.“

Trotz des Erreichens eines wichtigen Etappenziels drängt der ZVEI-Präsident zu weiteren Fortschritten: „Industrie 4.0 ist ein Tempo-Thema. „Als nächstes brauchen wir praktische Implementationen der neuen Architektur. Nun sind die Unternehmen und die Unternehmer gefragt.“ Damit das sicher erfolgen kann, arbeitet der ZVEI bereits an Security-Leitprinzipien, die in RAMI 4.0 integriert werden sollen. „Bei allen Erfolgen in der Standardisierung: Das Vertrauen in die digitale Welt spielt eine überragende Rolle, um Industrie 4.0 umzusetzen. Auf der Agenda der Elektroindustrie steht daher Cybersicherheit von Industrie 4.0-Anwendungen und Datenschutz ganz oben“, so Ziesemer weiter.

Derzeit befindet sich die Plattform Industrie 4.0 in einem Umbruch: Die Bundesregierung unterstützt eine eigene Geschäftsstelle, in der die Verbände künftig keine aktive Rolle spielen werden, wohl aber die aktiven Mitgliedsfirmen.

Künftige Schritte betreffen den weiteren Aufbau des Rahmens betont Ziesemer:

1. In der Plattform müssen Firmen zusammen gebracht werden.

2. Start-ups, die aus Daten Mehrwertdienste machen müssen gefördert werden.

3. Der Politikdialog muss weiter geführt werden.

4. Die Fragen der Cybersicherheit beantwortet werden.

5. Die Breitbandinfrastruktur (auch drahtlos) muss verbessert werden.

7. Aus und Weiterbildung muss forciert werden.

6. Und die bereits erwähnten Demonstratoren müssen für notwendige Transparenz sorgen.

Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigen Umfragen, über den Nachholbedarf in den Zielgruppen:

Das Thema Industrie 4.0 wird auch wieder auf der Hannover Messe hervorstechen:

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