Vernetzung zwischen Antrieben Antrieb 4.0: herstellerübergreifende Services in der Antriebsauslegung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Echtzeitlösungen für elektrische Antriebssysteme im Datenraum Antrieb 4.0: Auf der SPS demonstrieren Baumüller, Lenze und der ZVEI e.V. mit Demonstratoren von ABB, Danfoss und SIEMENS, wie multilaterales Datenteilen zu mehr Effizienz und Transparenz führt.

Der Demonstrator Antrieb 4.0 zeigt die herstellerübergreifende Kompatibilität für Auswahl, Inbetriebnahme und Betrieb von elektrischen Antrieben.(Bild:  ZVEI)
Der Demonstrator Antrieb 4.0 zeigt die herstellerübergreifende Kompatibilität für Auswahl, Inbetriebnahme und Betrieb von elektrischen Antrieben.
(Bild: ZVEI)

Ein datenraumbasierter Service für die herstellerübergreifende Antriebsauslegung statt viele Auslegungstools: Was in vielen Fabrikhallen noch Zukunftsmusik ist, präsentiert Antrieb 4.0 auf der SPS 2025. Am Stand von Baumüller (Halle1, 560), Lenze (Halle 7, 391) und dem ZVEI e.V. (Halle 3, 321) zeigt das Forschungsprojekt erstmals am Beispiel der „Ganzheitlichen energieeffizienten Auslegung von Antriebslösungen“ und dem „Digitalisierten Asset Management“, wie das multilaterale Teilen von Daten in Echtzeit funktionieren kann. Gleichzeitig soll das mehr Effizienz sowie Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglichen.

Antrieb 4.0 hat auf der Grundlage von verschiedenen digitalen Technologien die Basis für eine herstellerübergreifende, interoperable und datensouveräne Industrie 4.0 geschaffen.

Dr. Falk Eckert, Konsortialführer Antrieb 4.0 und Senior Research Manager der Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e.V

Ein Schwerpunkt des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Projekts liegt auf der Verfügbarkeit, Transparenz und Zugänglichkeit von Daten. Auf der SPS zeigen die Projektpartner nun die digitalen Möglichkeiten der horizontalen Vernetzung zwischen Antrieben unterschiedlicher Hersteller an verschiedenen Standorten und Produktionsanlagen sowie der vertikalen Vernetzung von Antrieben und herstellerübergreifenden Services im Datenraum auf.

Mehr Energieeffizienz und Transparenz in der Fabrikhalle

Im Use Case „Ganzheitliche energieeffiziente Auslegung von Antriebslösungen“ wurde im Projekt Antrieb 4.0 an der Möglichkeit für Anlagenhersteller geforscht, Antriebssysteme für ein vom Betreiber vorgegebenes Last- und Bewegungsprofil durch die Kombination von Antriebskomponenten unterschiedlicher Hersteller energieeffizient auszulegen. Die Energieverbräuche können für die ausgewählte Konfiguration des Antriebssystems prognostiziert und auf Basis von Nutzungsdaten verifiziert werden. Dies erleichtert eine übersichtliche und effiziente Auslastung der Anlage und trägt zu einer längeren Lebensdauer des verbauten Systems bei. Zudem können die tatsächlich erfassten Ist-Werte zwischen Betreiber, Maschinenbauer und Anlagenhersteller ausgetauscht werden. Dies kann Hinweise auf Optimierungen im Fahrprofil einer Anlage geben.

Mit dem im Projekt umgesetzten Use Case des „Digitalisierten Asset Managements“ erhält der Maschinenbetreiber erstmals eine standardisierte, zentrale Sicht auf relevante Informationen seiner Anlage. Betriebsdaten und Energieverbräuche lassen sich damit übersichtlich überwachen. Für den Teilaspekt des Energiemonitorings wird es beispielsweise mit einer entsprechenden Authentifizierung möglich, über einen Datenraum die tatsächlich bezogene Leistung und den kumulierten Energieverbrauch aller in einer Anlage verbauten Antriebe in einem bestimmten Zeitfenster einzusehen. Dies soll zu kürzeren Stillstandzeiten, optimierten Abläufen und Kosteneinsparungen führen. Auch für Antriebshersteller sowie Maschinen- und Anlagenbauer bringe diese Transparenz große Vorteile. Statt sich auf Erfahrungswerte, aufwendige Simulationen oder teure Prototypen zu stützen, können sie auf verlässliche Echtzeitdaten aus dem Betrieb zurückgreifen.

Der ZVEI auf der SPS 2025: Halle 3, Stand 321

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