Chiron Open House 2019

Einklang aus Präzision und Performance erfreut die Zerspanerwelt

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Erfolgreiche Markteinführungen – und es kommen noch mehr...

Zu den systemtechnischen Newcomern, die man seit einigen Monaten erfolgreich anbietet gehört unter anderem die FZ/DZ 16, denn, wie Chiron sagt, lassen sich trotz ihrer kompakten Grundfläche mit insgesamt 162 Werkzeugen bestücken. Die FZ 16 S five axis und die DZ 16 W wurden, wie es weiter heißt, als Antwort auf die steigenden Branchenanforderungen und die zunehmende Komplexität der zu bearbeitenden Werkstücke konzipiert. Weiter Vorteile begründet der Maschinenbauer durch die hohe Flächenproduktivität, die Flexibilität und die optimierten Rüstzeiten, von denen die Anwender profitieren könnten. Die Bearbeitung von Werkstücken mit bis zu 700 mm Durchmesser und einem Gewicht von maximal 360 kg erledigen diese Chiron-Neulinge, wie es heißt, genauso gekonnt wie die Zerspanung komplexer Bauteilgeometrien auf bis zu fünf simultan angetriebenen Achsen.

Anwender mit besonderen Anforderungen an die Präzision bei der 5-Achs-Bearbeitung sollen mit der FZ 16 S five axis eine Maschine an die Hand bekommen, die mit Bestwerten in puncto Dynamik und Steifigkeit komme, und damit eine hohe Produktivität sicherstelle. Und in diesem Jahr wird Chiron auch weitere Varianten ins Portfolio aufnehmen: Etwa eine mit Palettenautomation kombinierte FZ 16 S five axis sowie den hochproduktiven 5-Achs-Doppelspindler DZ 16 W five axis, lässt Chiron wissen.

Von der Trendanalyse zur maschinenbaulichen Antwort darauf

Komplexe Bauteile mit umfangreichen Bearbeitungsoperationen erfordern neue Denkweisen, so Chiron. Eine Erkenntnis, die ein umfassendes Trend- und Technologiescreening zu Tage gebracht habe. Schwer zu zerspanende Hochleistungswerkstoffe, eine höhere Leistungsdichte und flexibel konfigurierbare Maschinen sind demzufolge weitere Wunschkandidaten seitens der Anwender. Besonders gefragt ist die Integration von leistungsstarken Drehprozessen in Bearbeitungszentren, wie Chiron herausgefunden hat. In diesem Marktumfeld überzeuge die neue Plattform MT 733, die es in vier Varianten gibt. Der thermosymmetrisch ausgeführte Aufbau der Grundgestelle, die aus Polymermineralguss bestehen, verhindert Präzisionsprobleme durch ungleichmäßig verteile Wärmezonen in der Anlage. Das steigert die dynamische und statische Stabilität der Anlage, erklärt Chiron. Das in der 4. Achse eingesetzte, patentierte Galaxie-Antriebssystem von Wittenstein spielt seine Vorteile durch das Nullspiel, die optimale Gleichlaufgüte, eine starke Überlastfähigkeit und eine hohe Wiederholgenauigkeit aus. Das seinen beste Grundvoraussetzungen für die prozesssichere Umsetzung einer „First-part-good-part“-Strategie, bei der schon das erste Werkstück jeder neuen Serie maßhaltig ist, wie Chiron betont.

Flexibles Zerspanungsquartett

Die MT 733-Maschinen überzeugen laut Hersteller auch durch die Fähigkeit zur simultanen 5-Achs-Bearbeitung. Mit leistungsstarken Dreh- und schweren Fräsoperationen würden, die ausführbar seien, sollen alle sechs Werkstückseiten in einem Setup auf nur einer Maschine gefertigt werden können. Alle vier Typen, welche die MT-733-Baureihe beinhaltet, sind automatisiert und können von der Stange und/oder aus dem Futter komplett bearbeiten.

Gepaart mit den Softwaremodulen Dataline und Conditionline aus dem Smartline-Programm werden die Maschinen, egal ob für Losgröße 1 oder 1 Million, zum sehr flexibel einsetzbaren Fertigungssystem. Das bestätigt auch die Praxis, freuen sich die Tuttlinger: Seit neun Monaten fertigt eine MT 733 two etwa Komponenten für die Produkte des für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominierten Unternehmens Wittenstein. In Sachen Durchlaufzeit, Rüst- und Ausrichtaufwand, Lagerbestand und Prozesssicherheit habe man wesentliche Verbesserungen erzielt, denn die Werkstücke werden beispielsweise nicht mehr über mehrere Maschinen getaktet, sondern hochpräzise mit einer Hauptzeitreduzierung von 40 % komplett gefertigt, erklärt Chiron.

Die Varianten MT 733 one (ein Arbeitsraum mit je einer Fräs- und Drehspindel), MT 733 one plus (mit zusätzlicher Gegenspindel für die 6-Seiten-Bearbeitung) und MT 733 two plus (Stangen- und Futterbearbeitung in zwei Arbeitsräumen mit je einer Fräs-und Drehspindel) sind bei Stama aktuell im Aufbau. Bis Ende 2019 ist das gesamte Programm verfügbar, wie Chiron verspricht. 

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