Anbieter zum Thema
Besondere Features erleichtern die Blechbearbeitung
Außer dem Antrieb und der Schnitttechnik trage die G-Electro Cut weitere clevere Features unter ihrem blauen Blechkleid. Dazu gehört etwa eine automatische Schnittspalteinstellung oder der automatisch einstellbare Schneidwinkel von 0,5 bis 2 °, durch den sowohl das Material als auch die Blechdicke berücksichtigt werden kann, was für saubere und präzise Schnitte sorgt, wie Boschert erklärt.
Eine sogenannte Blechhochhalte-Vorrichtung schleust das geschnittene Blechteil wahlweise, wie bei konventionellen Scheren, nach hinten aus, fördert es nach vorn in eine Wanne oder zurück auf den Maschinentisch. Das gibt ein Plus an Flexibilität beim Produktionsprozess. Der Anwender kann damit auch nachgelagerte Arbeitsschritte besser anbinden. Auch lassen sich in Kombination mit dem einstellbaren Schneidwinkel mit diesem System kleinere und dünnere Blechstreifen nahezu verdrehungsfrei schneiden. Gesteuert wird die kulissengeführte Tafelschere über einen übersichtlichen und intuitiv bedienbaren 10,4-"-Farb-Touchscreen. Der Bediener kann zwischen unterschiedlichen Schnittprogrammen auswählen, startet den (Halb-)Automatikmodus und programmiert die gewünschten Schnittlängen, erklärt Boschert. Die Steuereinheit übernimmt die Schnittspaltverstellung und berechnet anhand des Materials und der Blechdicke automatisch den optimalen Schneidwinkel.
XL-Tafelschere verarbeitet 8-m²-Bleche produktiv und ergonomisch
„Wir haben bei der G-Electro Cut zwar fast alles eingebaut, was man in eine Schere einbauen kann“, betont Roser, „aber für Herrn Strobel haben wir die Anlage modifiziert und ihm sozusagen seine G-Electro Cut auf den Leib geschneidert.“ Die „4006“ speziell für Hast-Metallverarbeitung ist so mit einer Schnittlänge von 4 m insgesamt größer als die Standardschere. Sie verfügt außerdem über einen auf 1,5 m verlängerten Hinteranschlag. Das mache die Arbeit effizienter und ergonomischer. Mit der „4006“ kann Strobel nun auch Tafeln mit Ausmaßen von 2000 mm × 4000 mm schneiden. „Durch den längeren Hinteranschlag kann ich ganze Tafeln ohne Unterbrechung auf einmal verarbeiten“, erklärt Strobel. Der Hast-Geschäftsführer fährt dazu den Anschlag ganz nach hinten, legt eine Tafel ein, wählt das entsprechende Programm, und die G-Electro Cut trennt den vorderersten Abschnitt programmgemäß ab. Dann schiebt der Anschlag die ganze Platte zum nächsten Schnittpunkt. Gleichzeitig transportiert die Maschine so auch den abgetrennten Streifen zur weiteren Verarbeitung nach vorn auf den Maschinentisch, erklären die Experten den Ablauf.
Ausschussvermeidendes Sicherheitsystem
„Es war einiges an Hirnschmalz notwendig, um die Modifikationen sicher umzusetzen“, erinnert sich Roser. So konnten die Boschert-Entwickler beispielsweise den Riemenantrieb der kleineren 3006 zwar der Spur nach übernehmen, aber eben nicht komplett, heißt es dazu. Als besonderes Schmankerl gilt auch das Sicherheitssystem der XL-Neuheit: fasst der Anwender in die Lichtschranke, unterbricht die Schere den Schnitt, führt ihn aber weiter, wenn der Gefahrenbereich wieder frei ist. Ausschuss sei damit passé. Ein gutes Jahr haben die Modifikationen aber doch in Anspruch genommen. Aber jetzt steht genau die Maschine in der Halle, die Hast benötigt. Vor allem der Größenzuwachs war eine Herausforderung, weil er die Schere um einiges komplexer gemacht hat, sagt Boschert.
(ID:46859591)