Wer hätt`s gedacht? Wacker präsentiert Silicone zur Unterstützung der Elektroindustrie

Quelle: Wacker Chemie 2 min Lesedauer

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Eine Besonderheit von Elastosil N 9189 von Wacker ist unter anderem seine elektrische Leitfähigkeit. Aber auch sonst gibt es einige Highlights zu finden ...

Wacker bringt gleich zwei neue 1-komponentige Silicone auf den Markt, die der Elektrotechnik dienlich sein dürften (Symbolbild). Eins davon leitet elektrische Ladungen gut ab, das andere schützt Spulen aller Art vor Schmutz und anderen Angriffen ...(Bild:  Wacker Chemie)
Wacker bringt gleich zwei neue 1-komponentige Silicone auf den Markt, die der Elektrotechnik dienlich sein dürften (Symbolbild). Eins davon leitet elektrische Ladungen gut ab, das andere schützt Spulen aller Art vor Schmutz und anderen Angriffen ...
(Bild: Wacker Chemie)

Elastosil N 9189 ist eine standfeste Masse, die unter Scherung fließfähig wird (Anmerkung der Redaktion: man nennt das Thixotropie, die man auch von Ketchup oder Dispersionsfarben her kennt). Das zinnfrei formulierte Produkt zählt zu den sogenannten RTV-1-Silicon-Kautschuken. Es handelt sich deshalb um ein 1-komponentiges Silicon, das bei Raumtemperatur unter Einwirkung der Luftfeuchtigkeit vernetzt. Beim Aushärten werde lediglich Alkohol abgespalten. Das Vulkanisat weist eine mittlere Shorehärte auf und verkraftet dauerhaft Temperaturen bis zu 230 °C, wie Wacker betont. Die Masse haftet auch auf vielen in der Elektrotechnik gebräuchlichen Werkstoffen. Eine spezielle Vorbehandlung der Oberflächen sei dafür nicht notwendig. Eine weitere Besonderheit des neuen Materials ist seine elektrische Leitfähigkeit. Der spezifische Volumenwiderstand des Vulkanisats liegt bei 10 Ohm-Zentimeter, heißt es. Damit leitet Elastosil N 9189 den elektrischen Strom besser als Meerwasser und ähnlich gut wie eine zehnprozentige Kochsalzlösung. Deshalb ließen sich elektrische Ladungen von der Oberfläche anderer Werkstoffe sehr gut ableiten.

Guter Schutz gegen Schäden an Statoren

Elastosil N 9189 ist zum Beispiel für den Einsatz in Generatoren von Großkraftwerken prädestiniert. Deren Statorwicklungen werden meist aus Kupferstäben zusammengesetzt. Diese als Roebel-Stäbe bezeichneten Wicklungssegmente werden in die Nuten des Statorblechpakets eingebaut. An den Nutausgängen stellen sich im Betrieb aber extrem hohe elektrische Feldstärken ein, welche sogenannte Corona-Entladungen auslösen können, führt Wacker weiter aus. Werden dann keine feldsteuernden Gegenmaßnahmen ergriffen, können die Entladungen langfristig die Primärisolation der Kupferstäbe beschädigen. Eine Verklebung der Kupferstäbe an den Nutausgängen mit Elastosil N 9189 optimiert aber die elektrische Feld- und Potenzialverteilung. Auf diese Weise schütze sie den Stator vor einem Ausfall. Weil das neue Wacker-Produkt zinnfrei ist und beim Aushärten nur Alkohol abspaltet, bringt es deutliche Verarbeitungsvorteile mit sich – insbesondere unter Gesundheits- und Arbeitsschutzaspekten betrachtet. In puncto elektrischer Leitfähigkeit und mechanische Eigenschaften ist Elastosil N 9189 dem Vorgängerprodukt Elastosil N 189 auch noch überlegen. Letzteres wird deshalb durch das neue Produkt ersetzt.

Und es gibt noch ein Wacker-Highlight

Wacker richtet den Blick außerdem auf das Produkte Elastosil N 2076. Der Siliconkautschuk gehört ebenfalls zu den 1-komponentigen RTV-1-Siliconen, die bei Raumtemperatur vernetzen. Wie bei Elastosil N 9189 wird auch bei Elastosil N 2076 im Zuge der Vernetzung lediglich Alkohol abgespalten. Dieses Silicon weise eine weitere Besonderheit auf. Denn das als Beschichtungsmaterial für Elektrospulen entwickelte Produkt ist selbstnivellierend, heißt es. Es kann deshalb im Tauchverfahren auf Spulen appliziert werden, was insbesondere bei der Beschichtung von Drosselspulen, Transformatorspulen oder Wickelköpfen kleinerer Antriebsmotoren von Vorteil ist. Die ausgehärtete Siliconschicht ist dannn witterungs- und UV-beständig, hitzestabil und elektrisch isolierend, sagt Wacker. Sie schütze die Elektrospulen damit dauerhaft vor Feuchtigkeit, Schmutz und Ablagerungen aller Art. Außerdem ist das Silicon-System nach der Norm DIN EN 45545-2 flammhemmend, und deshalb für Schienenfahrzeuge geeignet. Beide Systeme sind derzeit im Rahmen der Cwieme noch bis 5. Juni zu erleben.

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