E-Flugzeug: Klappe, die Dritte! Nun will das dritte Start-up ein E-Hybrid-Flugzeug in die Luft bringen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach den Pleiten zweier Elektroflugzeug-Start-ups meldet jetzt ein drittes Jungunternehmen, bis zum Jahr 2031 einen fliegenden Senkrechtstarter zur Serienreife bringen zu wollen ...

Das ist Romeo. Dieses senkrecht startende E-Flugzeug mit Hybridantrieb wurde von ERC System aus Ottobrunn entwickelt und jüngst in Erding vorgestellt. Noch ist es eine Drohne, doch Romeo soll das schaffen, was Volocopter und Lilium versagt geblieben ist ...(Bild:  ERC System)
Das ist Romeo. Dieses senkrecht startende E-Flugzeug mit Hybridantrieb wurde von ERC System aus Ottobrunn entwickelt und jüngst in Erding vorgestellt. Noch ist es eine Drohne, doch Romeo soll das schaffen, was Volocopter und Lilium versagt geblieben ist ...
(Bild: ERC System)

Das mit Hybridmotor ausgestattete E-Flugzeug wird von ERC System entwickelt, einem 2020 gegründeten Unternehmen aus Ottobrunn. Es könnte als fliegender Krankenwagen eingesetzt werden, so die Überlegung. Der Kooperationspartner ist deshalb die Luftrettung DRF. Das jedenfalls berichteten die Leitung des 60 Mitarbeiter zählenden Unternehmens und die DRF bei der Präsentation eines Prototyps namens Romeo in Erding. Die Chefs von ERC System gehen demnach davon aus, dass elektrische Flugzeuge eine Zukunft haben werden. „Elektrifiziert können wir zu ganz anderen Betriebskosten fliegen als ein konventionelles Flugzeug“, wie Max Oligschläger, Mitgründer und kaufmännischer Leiter des Unternehmens, dazu anmerkt. Dahinter stehe auch ein signifikanter Markt – vor allem bei Flugzeugen für den Transport von fünf oder sechs Personen. Für größere Flugzeuge ist der Elektroantrieb nach Angaben von Luftfahrtingenieuren beim derzeitigen Entwicklungsstand aber nicht geeignet. Der Prototyp ist quasi eine ferngesteuerte Drohne, das fertige Flugzeug soll aber von Piloten geflogen werden. Das fertige Flugzeug soll bis zu 800 Kilometer Reichweite haben, was den Hybridantrieb erklärt.

ERC System hat finanziell stabilere Zukunftsaussichten

Elektrische Senkrechtstarter heißen übrigens im englischen Luftfahrtjargon „eVTOL“ (electric Vertical Take-Off and Landing aircraft). In den vergangenen beiden Jahren hatten die zwei deutschen Entwickler solcher Maschinen – Lilium und Volocopter – aber trotz aller guten Voraussetzungen Insolvenz angemeldet. Es fehlte einfach an willigen Kapitalgebern. Lilium stellte den Betrieb ein, Volocopter wurde schließlich von einem chinesischen Unternehmen übernommen. Aber ERC System habe einen langfristig orientierten Geldgeber in Gestalt des ebenfalls in Bayern ansässigen Luftfahrt-Dienstleisters IABG. Oligschläger kommentiert: „Wir brauchen einen strategischen Investor, der uns nicht nur mit Kapital ausstattet, sondern auch mit Erfahrung und einem langen Atem unterstützen kann.“ Und das sei bei der IABG der Fall. Mittel- bis langfristig will ERC aber auch andere Investoren ins Boot – respektive ins E-Flugzeug – holen.

(ID:50707411)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung