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Elektromechanischer Wankstabilisator von Schaeffler gewinnt den Deutschen Innovationspreis

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Technik im Detail

Schaefflers elektromechanischer Wankstabilisator setzt sich aus einem Getriebe, Lenkungsmotor mit Elektronik sowie integriertem Drehmomentsensor zusammen. Der Lenkungsmotor mit hochübersetztem dreistufigem Planetengetriebe verdreht die beiden Stabilisatorhälften gegeneinander und erzeugt so ein Drehmoment, das stabilisierend auf die Karosserie einwirken soll.

Das Drehmoment werde mithilfe eines berührungslosen Sensors exakt erfasst und für eine schnelle und präzise Regelung des Aktuators verwendet. Zur Steigerung des Komforts verfügt die Schaeffler-Lösung darüber hinaus über ein innovatives Entkopplungselement aus einem hochfesten Elastomer, heißt es. Eine schnelle Datenübertragungsgeschwindigkeit und moderne Softwarearchitektur sollen zudem auch den Einsatz im Bereich des vernetzten Fahrens ermöglichen.

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Im Gegensatz zu hydraulischen Systemen wird bei der elektromechanischen Wankstabilisierung der elektrische Strom nur bedarfsorientiert abgerufen („Power-on-Demand“). Ein Schlüssel dazu ist der Elektromotor, der nur dann Leistung aufnimmt, wenn sich der Schwenkaktor verdreht und dabei ein Moment aufbaut. Um das Moment zu halten, müssen lediglich kleine elektrische Widerstandsverluste ausgeglichen werden.

Für den Serienanlauf des Systems hat Schaeffler an seinem Standort in Schweinfurt zwei Fertigungslinien aufgebaut. Damit setzt das Unternehmen bewusst auf den Innovationsstandort Deutschland. Die einzelnen Anlagen sind nach Industrie-4.0-Kriterien modular ausgelegt: Dadurch können weitere Serienanläufe und künftige, weiterentwickelte Generationen der Technologie problemlos integriert werden, heißt es weiter.

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