Hydraulik Elektromotor mit integrierter Pumpe arbeitet flüsterleise

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Wird die Hydraulikpumpe in den elektrischen Antriebsmotor integriert, benötigt das Aggregat nicht nur weniger Bauraum, es arbeitet auch leiser. Dieses Integrationskonzept wurde nun bei einem Aggregat aus Innenzahnradpumpe und Asynchronmotor umgesetzt, die sich für eine drehzahlgeregelte Versorgungseinheit eignet.

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Voith Turbo H+L Hydraulic (VTHL), Rutesheim hat die Innenzahnradpumpen IPM und IPV in einen Asynchron-Elektromotor integriert. Das Ergebnis ist seit kurzem auf dem Markt: das elektrohydraulische Aggregat EPAI, das Aktuatoren mit hohen Kräften bewegt. Kennzeichnend für das Aggregat sind die kompakte Bauweise und eine niedrige Geräuschemission, die einerseits aus der Integration in den Motor und andererseits aus der bewussten Entkopplung pulsationsübertragender Pumpenteile resultiert (Bild 1).

Hydraulikaggregat für Kernzüge

Für den Hydraulikspezialisten ist dieses Aggregat die Antwort auf die erhöhten Anforderungen in den jüngsten Lärmschutzrichtlinien. Kernelement ist eine Zahnradpumpe. Die Entwicklung von Zahnradpumpen treibt VTHL seit etwa 40 Jahren voran. Anwendungen sind der Maschinen- und Anlagenbau. So kommt das elektrohydraulische Aggregat aus Elektromotor mit integrierter Pumpe bereits in Maschinen zur Kunststoffverarbeitung zur Anwendung: in elektrischen Spritzgießmaschinen, in denen die Hydraulik eigentlich unerwünscht ist, jedoch aufgrund von Kernzugbewegungen benötigt wird. Dort erledige das Aggregat zuverlässig und geräuscharm die Druckerzeugung, heißt es.

Grundsätzlich werden Anwendungen überall dort gesehen, wo geräuschsensible Anforderungen und enge Einbaubedingungen vorherrschen. Dabei kann der Ort in einem stark verschmutzten Umfeld liegen. Denn bei diesem Aggregat wurde der Elektromotor um die druckerzeugende Pumpe konstruiert (Bild 2).

Sekundärmaßnahmen gegen Lärm werden überflüssig

Er ist somit zu einer Baugruppe als Motor-Pumpe-Hybridsystem zusammengefasst, wodurch sich laut VTHL die Geräuschentwicklung der pulsationsarmen Innenzahnradpumpen weiter reduziert: Der öldurchströmte Raum zwischen Gehäuse und Pumpe isoliere jedes Geräusch. Kostenintensive Sekundärmaßnahmen gegen Lärm seien bei dieser Entwicklung nicht erforderlich.

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