Konstruktionselemente Elektrostatische Aufladung bei Schläuchen sicher verhindern

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Abrieb im Innern konventioneller Transportschläuche limitiert nicht nur deren Anwendbarkeit, sondern verringert auch den Schutz bei explosionsfähiger Atmosphäre im Schlauchinnern. Diesen Schutz verlangt jedoch die seit kurzem gültige TRBS 2153. Sie empfiehlt den Verzicht von Antistatika und Rußen.

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Norres Schlauchtechnik, Gelsenkirchen, hat eine Schlauchserie entwickelt, für deren Wandung besondere, elektrisch leitfähige Werkstoffe verwendet werden. Hintergrund der Entwicklung ist die seit kurzem bundesweit gültige TRBS 2153.

Neue Schläuche für den Ex-Bereich

Eine wichtige Neuerung dieser Richtlinie ist die Ableitung elektrostatischer Ladungen in explosionsgefährdeten Bereichen. Die dafür am Markt üblichen Werkstoffe erfüllen diese Funktion aufgrund elektrisch leitfähiger Zusatzstoffe, sogenannter Antistatika und Ruße, die jedoch in Anwendungsbereichen wie der Lebensmittelindustrie problematisch sind.

Die Schlauchserie PUR AS kommt ohne diese Zusatzstoffe aus. Ohne anwendungsspezifische Einschränkung erfüllt sie damit die Anforderungen an den Explosionsschutz, die mit der Überführung der bisherigen Richtlinie BGR 132 in die TRBS 2153 umfangreicher wurden.

Neue Richtlinie TRBS 2153 umfasst auch explosionsfähige Atmosphäre im Schlauchinnern

Die BGR 132 bündelte in der Vergangenheit die Explosionsschutzmaßnahmen für Transportschläuche. Sie beschränkte sich jedoch auf einen Betrachtungsfall: den Transport durch eine explosionsfähige Umgebung. Im Gegensatz dazu umfasst die TRBS 2153 heute auch den Fall der explosionsfähigen Atmosphäre im Schlauchinnern.

Dabei unterscheidet sie zwischen brennbaren und nicht brennbaren Schüttgütern. Außerdem kam der pneumatische Transport brennbarer Schüttgüter hinzu. Er beschreibt den Zustand, dass im Schlauchinnern eine explosionsfähige Atmosphäre vorliegt.

Das ist inzwischen laut Norres sehr häufig der Fall. So seien heute rund 75% der in Schläuchen transportierten Schüttgüter brennbar – eine Herausforderung für jeden Schlauchhersteller.

Abrieb im Schlauchinnern schränkt Anwendbarkeit ein

Die Wandung von Transportschläuchen für explosionsgefährdete Bereiche bestehen üblicherweise aus Werkstoffen, die elektrisch leitfähige Antistatika oder Ruße enthalten. Beim Schüttguttransport kommt es jedoch im Schlauchinnern zum Abrieb.

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